Zweiter Freispruch in Folge für Vorbestraften

Er habe seinem Leben jetzt eine Wende gegeben, sagte der 38-Jährige.
Er habe seinem Leben jetzt eine Wende gegeben, sagte der 38-Jährige. ©Bilderbox
38-Jähriger erneut von Straftaten gegen seine Exfreundin freigesprochen. Dieses Mal von Stalking, Drohung und versuchter Körperverletzung.

Seinen zweiten Freispruch in Folge von angeklagten Straftaten gegen seine Exfreundin erlebte der mehrfach Vorbestrafte gestern am Landesgericht Feldkirch. Der 38-Jährige brach während der Urteilsverkündung in Tränen aus. Er wurde am Donnerstag von den Vorwürfen des Stalkings, der gefährlichen Drohung und der versuchten Körperverletzung freigesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Am 12. Mai 2016 ist der Bosnier am Landesgericht von den Anklagepunkten Nötigung und Körperverletzung freigesprochen worden. Unmittelbar nach der Gerichtsverhandlung soll er an jenem Tag auf dem Parkplatz vor dem Landesgericht seine frühere Freundin neuerlich bedroht und zu verletzen versucht haben.

Dabei soll er zu der 41-jährigen Bregenzerin gesagt haben, seine Mutter werde ihr den Kopf abhacken. Das sei aber keine gefährliche Drohung im strafrechtlichen Sinne, sagte gestern Richterin Claudia Hagen. Weil er zu ihr nicht gesagt habe, dass er dafür sorgen werde, dass seine Mutter ihren Kopf abhacke.

Nach seinem Freispruch am 12. Mai soll der Angeklagte vor dem Gericht seiner ehemaligen Freundin zudem eine brennende Zigarette ins Gesicht geworfen haben. Den Freispruch von der angeklagten versuchten Körperverletzung begründete die Richterin damit, dass er keinen Verletzungsvorsatz gehabt habe.

Um Kind gekämpft

Ein Freispruch erfolgte gestern auch zur angeklagten beharrlichen Verfolgung. Weil er zwischen Februar und Juni 2016 um die von ihr Ende Jänner 2016 beendete Beziehung und außerdem um den Kontakt zum gemeinsamen Kind gekämpft habe. Der 38-Jährige hatte die gebürtige Serbin bis zu 20 Mal am Tag angerufen und ihr täglich bis zu zehn SMS geschrieben. Des Weiteren hat er oft nachts vor ihrer Wohnung gewartet und geklingelt.

Mittlerweile habe er eingesehen, dass die Liebesbeziehung beendet sei, sagte der Angeklagte. Über das ihm von der Kindesmutter verweigerte Besuchsrecht für seinen Sohn solle das Gericht entscheiden.

Weil er auch gestern wieder freigesprochen wurde, muss der Bosnier die drei offenen Haftmonate aus einer früheren Verurteilung nicht verbüßen. In der Vergangenheit ist er auch wegen Straftaten gegen seine nunmehrige Exfreundin verurteilt worden.

Er habe seinem Leben jetzt eine Wende gegeben, sagte der 38-Jährige. Denn er habe nun eine Wohnung und einen Job. Es sei ihm inzwischen egal, mit wem die Mutter seines Sohnes schlafe.

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