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Zweiter Freifahrt-Selbstbehalt für Lehrlinge fällt weg

Schwarzach - Ab dem Lehrjahr 2010/2011 entfällt der zweite Freifahrt-Selbstbehalt für knapp 7.400 Lehrlinge: Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer und Verkehrsverbund haben in einem gemeinsamen Vorstoß erreicht, dass Vorarlberg als erstes Bundesland diese Doppelzahlung abschaffen kann.

Davon profitieren jene Lehrlinge, bei denen sich die Wege zur Lehrstelle und zur Berufsschule in Vorarlberg nicht decken. „Ein weiterer Baustein für die Attraktivität der Lehre in Vorarlberg und ein Schritt für mehr Arbeit im Netzwerk “, sind sich die Initiatoren einig. Derzeit bilden in Vorarlberg 2.269 Vorarlberger Betriebe 7.377 Lehrlinge aus.

„Lehrlinge hatten bislang den Freifahrt-Selbstbehalt von 19,60 Euro jedes Jahr zweimal zu bezahlen, wenn sich die Wege zur Lehrstelle und zur Berufsschule nicht deckten“, erläutert Christian Österle, Geschäftsführer des Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV). 

Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer und VVV haben in einem gemeinsamen Vorstoß erreicht, dass Vorarlberg als erstes österreichisches Bundesland diese Doppelzahlung abschaffen kann. „Auch wenn die einzelne Summe von 19,60 Euro nicht groß wirkt: Bei einer Lehrlingsentschädigung von gut 400 Euro im Monat oder bei Hochrechnung auf das ganze Land mit knapp 7.400 Berufsschülern erscheint sie in einem anderen Licht“, sind sich die Initiatoren sicher.

Gleichstellung zwischen Lehre und Schulausbildung erreicht

Mit dem Wegfall des zweiten Freifahrt-Selbstbehaltes für Lehrlinge wird eine Gleich-stellung zwischen Lehre und Schulausbildung erreicht. 

Schon Ende der 90er-Jahre und 2009 hat die Wirtschaftskammer gemeinsam mit der Arbeiterkammer Versuche unternommen, diese Ungleichbehandlung zu korrigieren. Eine Unterstützung von Seiten der Ministerien ist bisher ausgeblieben. Umso erfreulicher ist es, dass nun in gewohnter Manier eine Vorarlberger Lösung gefunden werden konnte.

Einziger Wermutstropfen: Diese Lösung gilt nur für Lehrlinge, die im Land eine Berufsschule besuchen. Rund 800 Vorarlberger Berufsschüler, die in einem anderen Bundesland in die Schule gehen, profitieren nicht von dieser neuen Regelung.

„Vorarlberg stellt einmal mehr seine Vorreiterrolle in Sachen Lehre unter Beweis. Wir hoffen, dass andere Bundesländer diesem Beispiel folgen werden und wir mittelfristig eine österreichweite Lösung präsentieren können“, so Wirtschaftskammer-Präsident Manfred Rein.

Lehrlinge: In Vorarlberg sehr gefragt!

„Vorarlberg hat mit dem System der dualen Ausbildung, seinen ausgezeichneten Lehrbetrieben und der Akademie für Lehrlingsausbildung eine starke Basis“, erklärt Hubert Hämmerle, Präsident der Arbeiterkammer (AK). Die demografische Entwicklung ist schließlich

unerbittlich: Allein um die Zahl der Facharbeiter zu halten, muss ein immer größerer Anteil der Jugendlichen für eine Lehre gewonnen werden. 

Entsprechend intensiv sind die Anstrengungen der AK, um z.B. mit Berufsorientierung, Internet, Roadshows und Kinospots möglichst viele Jugendliche zu erreichen.

„Die demografische Entwicklung bringt in den nächsten Jahren in Anbetracht der geburtenschwächeren Jahrgänge eine große Herausforderung für die Wirtschaft mit sich. Vor diesem Hintergrund muss die Lehre noch attraktiver werden. Es ist daher wichtig und im öffentlichen Interesse, Unternehmen zu unterstützen, die Lehrlinge beschäftigen und vor allem besonderes Augenmerk auf die Qualität der Ausbildung legen“, betont Manfred Rein.

„Eine Aufgabe dabei: Wir wollen und müssen die Mobilität der Lehrlinge steigern“, so Hubert Hämmerle. „Im Bundesländervergleich ist es eine Vorarlberger Besonderheit, dass für eine Lehrstelle kaum weitere Wege auf sich genommen werden müssen.“

Knapp 50 % der Jugendlichen in Vorarlberg entscheiden sich für die Lehre

Vorarlberg ist das Bundesland mit den prozentuell höchsten Lehrlingszahlen in Österreich. Knapp 50 % der Jugendlichen entscheiden sich für eine Lehrausbildung. Ausbildungsbetriebe, Schulen und Interessensvertretungen sind sehr engagiert darum bemüht, das Niveau der Ausbildung im Interesse der Jugendlichen und der Wirtschaft auf höchstem Niveau zu halten.

Auch in Zeiten der Wirtschaftskrise haben die Vorarlberger Unternehmen weiter in die Lehrlingsausbildung investiert. „Großes Lob gebührt unseren Unternehmen, die mit großem finanziellen und ideellen Aufwand jungen Menschen in Vorarlberg eine berufliche Zukunft bieten und erkannt haben, dass sie mit einer guten Qualifizierung die dringend benötigten Fachkräfte von morgen ausbilden“, danken Rein und Hämmerle den Lehrbetrieben.

Wolford: Bewusste Mobilität von der Lehre an

Mit der Bewusstseinsbildung über die Vorteile der sanften Mobilität beginnt Wolford bereits bei seinen Lehrlingen. Dabei sind die Kostenübernahme und die Administration bei den “Jüngsten” im Unternehmen genauso selbstverständlich wie bei allen anderen bezugsberechtigten Mitarbeitern, denen vom Unternehmen auf Wunsch Jahresstreckenkarten zur Verfügung gestellt werden.

“Wir gratulieren dem Verkehrsverbund Vorarlberg und den politischen Verantwortlichen zum Erfolg der letzten Jahre, von dem auch wir als Unternehmen profitieren”, so Johannes Metzler, Head of Corporate HR von Wolford und merkt an, „Wir freuen uns gleichzeitig, dass der bürokratische Aufwand im Zusammenhang mit den Lehrlingsfreifahrten seit diesem Jahr reduziert werden konnte und dies die Unterstützung der Mobilität wesentlich vereinfacht.”

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