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Zweisiedlerliebe- Ninon und Hermann Hesse im Dialog

Zweisiedlerliebe hat demnächst Premiere in der Remise.
Zweisiedlerliebe hat demnächst Premiere in der Remise. ©Remise

Donnerstag | 30. September 2010 | 20.00 Uhr
Freitag | 1. Oktober 2010 | 20.00 Uhr

Eine Inszenierung von Brigitta Soraperra

allerArt und Bludenz Kultur laden ein, sich dem Schriftsteller Hermann Hesse zu nähern:
Die Inszenierung “Zweisiedlerliebe – Ninon und Hermann Hesse im Dialog” gibt auf der Grundlage der umfangreichen Korrespondenz des Liebespaares, darunter auch bisher unveröffentlichte Briefe von Hermann Hesse, einen intimen Einblick in ein konkret gelebtes Beziehungsmodell, das in der besonderen Gestaltung des Umgangs mit Nähe und Distanz revolutionär war – und ist. Hermann Hesse und seine dritte Frau Ninon Hesse, geborene Ausländer, verband eine jahrzehntelange, intensive Freundschaft und Beziehung.
Als 14-jährige schreibt Ninon Ausländer im Februar 1910 einen Brief an den 32-jährigen, anerkannten Schriftsteller Hermann Hesse. Sein Roman “Peter Camenzind” hat sie aufgewühlt, doch in ihr auch Fragen zur Psychologie der Hauptfigur provoziert, die sie dem Autor stellen möchte. Zwischen den beiden – noch ist sie die bewundernde Leserin, er der geschmeichelte Künstler – entspinnt sich ein loser Briefwechsel, der aber erst elf Jahre später zu einer ersten persönlichen Begegnung im Tessin führt. Und noch einmal dauert es mehrere Jahre, bis es 1926 zu einem weiteren Zusammentreffen kommt, das die freundschaftlichen Gefühle der beiden in Verliebtheit verwandelt – es ist der Anfang einer jahrzehntelangen, nicht unproblematischen Beziehung zwischen zwei sensiblen, eigenwilligen, kreativen Menschen, zwischen einem Mann und einer Frau, die nach dem richtigen Verhältnis zwischen Nähe und Distanz, Unabhängigkeit und Bezogenheit auf ein Gegenüber suchen. Hesses Freund und Mäzen Hans Bodmer ermöglicht den beiden in Montagnola ein eigenes Haus zu bauen; nach Plänen von Ninon entsteht ein gemeinsamer Lebensraum, der vom starken Bedürfnis nach Abgrenzung geprägt ist: Zwei miteinander verbundene, aber doch klar getrennte Wohnbereiche, über deren Öffnung bzw. Abgeschlossenheit er und sie regelmäßig in schriftlicher Form miteinander kommunizieren.

Besetzung:
Nina Hesse Bernhard, Matthias Walter, Spiel
Andi Peter, Musik/Live-Vertonung
Klaus Henner Russius, Off-Stimme
Brigitta Soraperra, Regie/Textfassung
Ursula Pfister, Produktionsleitung

Eine Produktion von PROTEIN in Koproduktion mit dem sogar theater, Zürich, Bludenz Kultur und dem Verein allerArt.

Fotos: Tanja Dorendorf | T + T Fotografie

Karten und Informationen:
Bludenz Kultur
Werdenbergerstraße 42
6700 Bludenz
Tel.: 05552 63621-236
kultur@bludenz.at
www.remise-bludenz.at

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