Zweiklassenmedizin auch in Vorarlbergs Krankenhäusern?

Feldkirch -  Kassenpatienten warten in Österreich laut VKI eindeutig länger auf Krankenhaus Termine. Das Landeskrankenhaus Feldkirch und das Krankenhaus Dornbirn nehmen Stellung zur Zweiklassenmedizin-Statistik.
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Gesetzlich Krankenversicherte dürfen bei der medizinischen Behandlung gegenüber Privatpatienten nicht benachteiligt werden. Die Praxis sieht teils anders aus, wie eine Erhebung des Vereins für Konsumenteninformation (VKI), die am 25.8. in der KONSUMENT-Septemberausgabe erscheint, zeigt. Kassenpatientinnen und -patienten mit grauem Star müssten – im Extremfall bis zu 28 Wochen – länger auf medizinische Versorgung warten.

Gegenüber einer anonym anfragenden Testperson wurden im Landeskrankenhaus Feldkirch sogar noch längere Wartezeiten von bis zu 48 Wochen genannt.

Umstrukturierung der Wartezeiten

Martina Pointner, Sprecherin des LKH Feldkirch gibt zu Protokoll, sie habe den Bericht des VKI gelesen, könne die Angaben jedoch nicht nachvollziehen. Es habe zwar, aufgrund eines Primariatswechsels und diversen Umstrukturierungen längere Wartezeiten gegeben, jedoch habe man bei dem Testanruf des Magazins „Konsument“ keine konkreten Angaben zur Dauer der Wartezeit genannt. Die genannten Umstrukturierungen hätten zudem in erster Linie darauf abgezielt, die Wartezeiten auf maximal 20 Wochen zu verkürzen.

Zwei Arten von Terminen

Es gebe auch zwei Arten von Terminabsprachen: Fixtermine und flexible Termine, für zeitlich unabhängige Patienten. „Es gibt klare Dienstanweisungen und Vorgaben seitens des Managements, keine Unterschiede zwischen den Patienten und Versicherungsarten zu machen, die meines Wissens auch so umgesetzt werden“, so Pointner auf VOL.at-Anfrage.

KH Dornbirn nimmt Stellung

Auch für Primar Dr. Guntram Winder vom KH Dornbirn sind die Ergebnisse des „Konsument“ nicht nachvollziehbar. „Die Termine für solche Operationen werden nicht direkt am KH Dornbirn fixiert, sondern über die Ordination unseres Belegarztes Dr. Christian Kunze. Ich weiß nicht, wo der Anruf der VKI angekommen ist.“

Auch würde das KH Dornbirn keinen Unterschied zwischen den Patienten und den Versicherungsarten machen. „Unterschiede gibt es nur in Bezug auf die Dringlichkeit“, sagt Winder im Gespräch mit VOL.at. Am KH Dornbirn würden jährlich rund 500 Katarakt (Grauer Star) – Operationen durchgeführt werden, mit neuesten medizinischen Geräten. „Mir sind bisher keine Klagen von Patienten bekannt“, so Winder abschließend. VOL.at/APA

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