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Zwei Frauen entschieden sich für Kinder und Job

Dornbirn - Angelika Böhler und Martina Pointner führen in Dornbirn ein reines Frauenunternehmen. Im Interview mit VOL.AT erzählen sie, wie es zu dieser Idee kam und warum sie sich für Kinder und Karriere entschieden haben.
Unternehmerinnen Böhler und Pointner
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Der Tag der Gleichberechtigung

Die Idee entstand eher aus Zufall und wurde bis heute beibehalten: Das Team von Pointner+Böhler Kommunikationsberatung besteht nur aus Frauen. “Es gibt sehr gute, bestens ausgebildete Frauen in der Kommunikationsbranche, daher macht unser Konzept auch sehr viel Sinn”, erklärt Martina Pointner im Interview. Im Gespräch mit VOL.AT erinnert sich Angelika Böhler an ihre Studentenzeit zurück, als der Weltfrauentag noch eine politische Dimension hatte. “Heute hat der Tag fast keine Bedeutung mehr für die Frauen, und das ist schön so. Denn heute nehmen sich die Frauen, was sie haben wollen und müssen nicht mehr wie vor 20 Jahren hart dafür kämpfen.”

Kinderbetreuung ist das Um und Auf

“Frauen benötigen eine gute Ausbildung und auch eine starke Persönlichkeit, um in der Arbeitswelt akzeptiert zu werden. Natürlich müssen von öffentlicher Seite her die äußeren Rahmenbedingungen stimmen, vor allem die Kinderbetreuung ist das Um und Auf. Auch die Akzeptanz in der Öffentlichkeit, dass eine Frau arbeiten darf, ist sehr wichtig – man muss keine Rabenmutter sein, nur weil man arbeiten geht”, erklärt Martina Pointner. Angelika Böhler möchte den Frauen mitgeben, dass man seinen Kindern auch viel Selbstständigkeit mitgibt, wenn man nicht nur zuhause ist. Wichtig ist den beiden die Wahlmöglichkeit. “Es soll nicht so herüberkommen, dass jede Frau arbeiten muss. Aber Arbeit ist ein sehr wichtiger Teil des Lebens, zumindest für mich persönlich”, so Pointner.

Politik muss sich nicht einmischen

Auch zu den aktuellen politischen Themen äußerte sich Angelika Böhler. Für sie ist die Diskussion um die Väterkarenz völlig absurd, die Politik müsse sich hier nicht einmischen. “Wenn die Väter etwas in die Familie einbringen wollen, sollen sie ihre Vaterrolle wahrnehmen. Ob der Vater im ersten Monat zuhause ist oder nicht, macht für die Frau nicht viel Unterschied. Sie braucht ihren Mann ein Leben lang”, erklärt Böhler. Abschließend wünscht sie sich, dass die Frauen durchschauen, dass ihnen die Politik nur kleine “Zuckerl” vorwirft. Die wichtigen Forderungen, die ihnen weiterhelfen, müsse jede Frau selbst stellen.

Die Unternehmerinnen im Interview

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