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Federer in Wimbledon ohne Furore weiter -S. Williams gab auf

Serena Williams kurz vor der Aufgabe verzweifelt
Serena Williams kurz vor der Aufgabe verzweifelt ©APA/AFP
Zwei Wimbledon-Größen haben am Dienstag die Schlagzeilen des Londoner Tennis-Grand-Slams geschrieben. Der achtfache Turniergewinner Roger Federer entging recht knapp einem frühen Ausscheiden, als er gegen Adrian Mannarino nach schwacher Vorstellung und 1:2-Rückstand nach Aufgabe des Franzosen bei 6:4,6:7(3),3:6,6:2 weiterkam. Am Abend musste die siebenfache Wimbledon-Siegerin Serena Williams in ihrem Auftaktmatch beim Stand von 3:3 verletzt aufgeben.

Mit einer 3:1-Führung gegen die Belarussin Alexandra Sasnowitsch, die Nummer 100 der Welt, im Rücken, rutschte Williams auf dem zu Turnierbeginn stets rutschigen Gras aus und verletzte sich dabei am bereits zuvor einbandagierten Oberschenkel. Zwei Games später, und nachdem sie erneut den Halt verloren hatte, gab sie unter Tränen auf. Wie Federer feiert Williams in den nächsten Monaten ihren 40. Geburtstag, wie dieser war sie in Wimbledon als Nummer sechs gesetzt.

Williams ist Gewinnerin von 23 Grand-Slam-Titeln und wollte beim Rasenklassiker den lang ersehnten 24. Titel bei einem der vier wichtigsten Turniere holen. Die Konstellation schien diesmal günstiger als zuletzt, doch es gelang ihr zum 13. Mal in Folge nicht. "Es tut mir so leid für sie, sie ist ein großer Champion", fühlte Sasnowitsch mit ihrer Gegnerin mit.

Williams war bei nun 20 Wimbledon-Teilnahmen noch nie in der ersten Runde ausgeschieden. "Ich war todunglücklich, als ich wegen einer Verletzung an meinem rechten Bein zurückziehen musste", schrieb die frühere langjährige Nummer eins Welt ein paar Stunden nach dem Aus. Williams bedankte sich bei den Fans und ihrem Team, die "es zu etwas so Bedeutendem machen, auf dem Center Court zu sein". Die Wärme und Unterstützung des Publikums habe ihr sehr viel bedeutet "als ich auf den Platz gekommen bin - und ihn verlassen habe". Details zur Art ihrer Verletzung nannte Williams nicht.

Mannarino war an seinem 33. Geburtstag im vierten Satz bei 2:4 ausgerutscht und hatte sich am Knie verletzt. Bei seinen ersten vier von nun insgesamt 22 Wimbledon-Antreten war Federer dreimal in Runde eins ausgeschieden, seit 2002 aber nicht mehr. In seinem diesmaligen Auftaktmatch agierte der 39-Jährige lange Zeit ungewohnt fehlerhaft und wäre in dieser Form kaum Titelanwärter. "Ein Schlag kann den Ausgang eines Matches bestimmen", meinte Federer über Mannarinos Pech. "Aber so läuft es manchmal." Der nächste Gegner des Eidgenossen ist Richard Gasquet (FRA).

Der zweite Hauptbewerbstag war außer auf den beiden überdachten Haupt-Courts vom Regen beeinträchtigt. Nach einer Unterbrechung den gesamten Nachmittag über wurde neben vielen anderen auch die Auftakt-Partie von Dennis Novak vertagt. Der Niederösterreicher wird sein Match gegen den US-Amerikaner Steve Johnson nun am Mittwoch bestreiten. Novak ist wegen der Handgelenksverletzung von Dominic Thiem der einzige Österreicher in den Einzelhauptbewerben.

Unbeeinträchtigt vom Wetter waren die letztlich erfolgreichen Auftritte des Russen Daniil Medwedew, des deutschen Alexander Zverev und des Argentiniers Diego Schwartzman. Medwedew besiegte Jan-Lennard Struff (GER) 6:4,6:1,4:6,7:6(3), Zverev den niederländischen Qualifikanten Tallon Griekspoor 6:3,6:4,6:1, Schwartzman Benoit Paire (FRA) 6:3,6:4,6:0.

Im Frauen-Einzel hat die Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty erst nach einem Satzverlust die zweite Runde erreicht. Die 25-jährige Australierin setzte sich gegen Carla Suarez Navarro 6:1,6:7(1),6:1 durch. Die Spanierin Suarez Navarro hatte bei den French Open in Paris ein bemerkenswertes Comeback gefeiert. Die 32-Jährige war nach einer Krebserkrankung auf die Tour zurückgekehrt und will ihre Karriere am Ende der Saison beenden.

Eine andere sentimentale Favoritin blieb mit ihren 41 Jahren siegreich. Venus Williams (USA) rang die Rumänin Mihaela Buzarnescu mit 7:5,4:6,6:3 nieder. Jeweils in zwei Sätzen weiter kamen die Nummer 8, 13, 15 und 25 des Frauen-Turniers - Karolina Pliskova (CZE), Elise Mertens (BEL), die griechische French-Open-Halbfinalistin Maria Sakkari und Angelique Kerber (GER).

(APA/dpa/sda)

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