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Zuviel "Atemgift“ an Feldkircher Bärenkreuzung

Jetzt steht fest, wer die Verursacher für die weit überhöhte Stickstoffdioxid-Belastung im Februar 2003 waren: Die Pkw zu 44 Prozent, der Schwerverkehr zu 29 und die Busse zu 27 Prozent.

Die Mühlen des „Immissionsschutzgesetzes Luft“ mahlen langsam aber sicher. Rund ein Jahr lang wurde die vorgeschriebene Statuserhebung durchgeführt, nachdem es Ende Februar vergangenen Jahres zu massiven Überschreitungen des Stickstoffdioxid-Gehaltes in der Atemluft gekommen war. Die Experten des Umweltinstituts führten umfangreiche meteorologische Untersuchungen durch, liessen Gutachten über die Verkehrsströme, die Emissionsfaktoren und eine klimatische Analyse machen. Nun ist diese Statuserhebung abgeschlossen und geht in die Begutachtung.

Viele Diesel-Pkw

Fazit: Die Pkw machen 90 Prozent aller Fahrzeuge aus und sorgen für 44 Prozent des Stickoxidausstoßes. Die Busse haben einen Anteil von 27 Prozent, blasen aber 29 Prozent des Atemgifts in die Luft. Vorarlbergs Umweltlandesrat Erich Schwärzler: „Durch den Einbau von Filtern ist dieses Problem relativ einfach zu lösen“. Berechnet wurden auch verschiedene Szenarien zur Eindämmung der Schadstoffbelastung, sollte es wieder zu dramatischen Überschreitungen kommen. „Generell hätte es einer Reduktion der Emissionen um 20 bis 30 Prozent bedurft, um die hohe Belastung zu vermeiden“.

Jetzt “Sanierung”

Laut Gesetz ist der Bereich der überhöhten Luftbelastung nun „Sanierungsgebiet“, es wird voraussichtlich das Stadtgebiet von Feldkirch sein, muss aber erst festgelegt werden. Demnächst wird eine Arbeitsgruppe zusammentreten, in der ein Maßnahmenkatalog für den Fall erneuter Überschreitungen festgelegt wird. „Sicher ist eines: Es wird Verkehrsbeschränkungen geben“.

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