Zusätzliche 100 Mio. Euro für Energienetz bis 2030

Dr. Christof Germann, Finanz- und Personalvorstand, illwerke vkw / Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Mauch, Leitender Geschäftsführer, Forschungsstelle für Energiewirtschaft, München / Prof. (FH) Dr.-Ing. Markus Preißinger, illwerke vkw Stiftungsprofessor für Energieeffizienz, Leiter FZ Energie, Interim. Studiengangsleiter Nachhaltige Energiesysteme MSc / Dipl.-Ing. Johannes Türtscher Geschäftsführer, Vorarlberger Energienetze GmbH / DI (FH) Frank Herb, Projektleiter, vorarlberg netz / DI Thomas Hilbe, Projektleiter, vorarlberg netz / Dr. Christoph Pellinger, Geschäftsführer, Forschungsstelle für Energiewirtschaft, München.
Dr. Christof Germann, Finanz- und Personalvorstand, illwerke vkw / Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Mauch, Leitender Geschäftsführer, Forschungsstelle für Energiewirtschaft, München / Prof. (FH) Dr.-Ing. Markus Preißinger, illwerke vkw Stiftungsprofessor für Energieeffizienz, Leiter FZ Energie, Interim. Studiengangsleiter Nachhaltige Energiesysteme MSc / Dipl.-Ing. Johannes Türtscher Geschäftsführer, Vorarlberger Energienetze GmbH / DI (FH) Frank Herb, Projektleiter, vorarlberg netz / DI Thomas Hilbe, Projektleiter, vorarlberg netz / Dr. Christoph Pellinger, Geschäftsführer, Forschungsstelle für Energiewirtschaft, München. ©VOL.AT/Steurer; vorarlberg netz
Durch den Ausbau der erneuerbaren Energie bekomme man es mit besonderen Herausforderungen zu tun, erklärte am Freitag illwerke vkw-Vorstand Christof Germann.
Grünes Licht für Einstieg von illwerke vkw bei DOMA

Der Vorarlberger Energieversorger illwerke vkw plant bis 2030 Investitionen von zusätzlichen 100 Mio. Euro in sein Energienetz. Das Netz soll stärker und intelligenter werden, um den Ansprüchen auch 2030 genügen zu können. Germann verschwieg nicht, dass damit auch ein Anstieg der Netztarife verbunden sein dürfte.

Energieverbrauch und Netzbelastung 2030 simuliert

Schon jetzt würden pro Jahr etwa 30 bis 35 Mio. Euro in den Ausbau und die Ertüchtigung der Energienetze investiert, so Johannes Türtscher, Geschäftsführer der Tochtergesellschaft vorarlberg netz. Die zusätzlichen Investitionen basierten auf einem Projekt, das man gemeinsam mit der Fachhochschule Vorarlberg und der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) in München durchgeführt habe. Dabei wurden der Energieverbrauch und die Netzbelastung im Jahr 2030 simuliert. Annahmen waren etwa eine Verdreifachung des erzeugten Photovoltaik-Stroms gegenüber heute, ein Anstieg des Verbrauchs durch vermehrten Einsatz von Wärmepumpen sowie die fortgeschrittene Elektrifizierung des Verkehrs - gerechnet wurde mit 60.000 Elektrofahrzeugen, das würde etwa einem Viertel des Fahrzeugsbestands entsprechen.

"Werden Thema E-Mobilität spüren"

Aus dem Projekt ließen sich mehrere Maßnahmen für das Energienetz der Zukunft ableiten, unterstrich Türtscher. So gelte es nicht nur den klassischen Netzausbau voranzutreiben, sondern auch 20 Prozent der herkömmlichen 1.600 Trafostationen zu intelligenten Trafostationen umzubauen. Mit dieser Umrüstung könnten die Trafostationen in Belastungssituationen selbst "reagieren", wie es Türtscher nannte. Germann nannte als Lastschwerpunkte im Vorarlberger Stromnetz das nördliche Rheintal zwischen Bregenz und Hohenems, wo die Industrie fortwährend wachse, die Walgau-Region und das Arlberggebiet mit seinem starken Tourismus. "Im Winter-Tourismus werden wir das Thema E-Mobilität spüren", stellte Germann fest.

Netztarif gehöre zu günstigstn in ganz Österreich

Sowohl Germann als auch Türtscher betonten, dass in die Modelle eine Netzauslastungs-Reserve von mindestens 20 Prozent eingerechnet worden sei - das entspreche dem aktuellen Stand von vorarlberg netz. Mit einer durchschnittlichen Nichtverfügbarkeit von 2,3 Minuten pro Kunde und Jahr erreiche man aktuell einen absoluten Spitzenwert. Germann beruhigte auch in Sachen Tarifentwicklung: Der Netztarif in Vorarlberg gehöre zu den günstigsten in Österreich, das werde auch so bleiben.

Markus Preißinger von der Fachhochschule Vorarlberg betonte die Validität der erarbeiteten Studien-Ergebnisse. In der Simulation sei es gelungen, den Netzzustand von 80 Prozent der Vorarlberger Ortsnetzstationen unter unterschiedlichen Bedingungen zu berechnen. Auch Wolfgang Mauch, Vorsitzender der EfE-Geschäftsführung, unterstrich die Seriosität der Simulationsmodelle.

(APA)

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