Zusammenstöße in Hebron

Die Polizei hat ein von Siedlern besetztes Haus in der palästinensischen Stadt Hebron geräumt. Dabei kam es zu Zusammenstößen, bei denen 13 Polizisten verletzt wurden.

Die israelische Polizei hat ein von Siedlern besetztes Haus in der palästinensischen Stadt Hebron geräumt. Dabei kam es am Sonntag zu Zusammenstößen, bei denen 13 Polizisten verletzt wurden. Die Siedler warfen vom Dach des von ihnen besetzten Gebäudes Brandsätze auf die anrückenden Sicherheitskräfte.

Das oberste israelische Gericht hatte die Räumung des Hauses am Donnerstag angeordnet. Zwei Dutzend Siedler haben es im vergangenen Monat besetzt und erklärt, sie hätten das Gebäude von dessen bisherigen palästinensischen Besitzern gekauft. Die Palästinenser wiesen diese Angaben zurück. Bei der Aktion wurden fünf Siedler festgenommen.

In Hebron leben rund 400 Siedler unter 130.000 Palästinensern. Es ist noch offen, was mit den Siedlern geschehen soll, wenn Ministerpräsident Olmert seinen Plan durchsetzt, die Grenzen zwischen Israel und den Palästinenser-Gebieten festzulegen und dafür Dutzende von isolierten Siedlungen im besetzten Westjordanland aufzugeben.

Unterdessen ist ein 55-jähriger Palästinenser nach palästinensischen Angaben am Sonntag im nördlichen Gaza-Streifen von israelischem Artilleriefeuer getötet worden. Den Berichten zufolge wurde der Landwirt nordwestlich der Ortschaft Beit Lahiya tödlich getroffen, als die israelische Armee das Gebiet als Reaktion auf Raketenangriffe militanter Palästinenser beschoss.

Die israelische Armee bestätigte, auf das Gebiet sei gefeuert worden, weil von dort aus seit Samstag sieben Raketen auf Israel abgeschossen worden seien. Man habe die palästinensische Bevölkerung in den vergangenen Wochen immer wieder mit Flugblättern gewarnt, die umkämpften Gebiete zu meiden.

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