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Zusammenschluss von Skigebieten?

Eine kontrovers geführte Diskussion über den Zusammenschluss der beiden Skigebiete Mellau und Damüls im Bregenzerwald stand im Mittelpunkt der Sitzung des Vorarlberger Landtags am Mittwochvormittag.

Aufbauend auf der Beantwortung einer dringlichen Anfrage der Grünen kamen zahlreiche Redner aller Fraktionen auf grundsätzliche Positionen zum Thema Winter-Tourismus zu sprechen. Einhelliger Tenor: Im Vordergrund müsse eine qualitative Entwicklung stehen, Vorarlberg dürfe nicht in Richtung Massentourismus gehen.

Der Bregenzerwald befinde sich an einem Scheidepunkt, stellte die Grün-Abgeordnete Katharina Wiesflecker fest. Es gelte sich zu entscheiden, ob Masse angezogen werden soll oder ob man sich für die Fortführung des Qualitätstourismus entscheide. Vorarlberg weise bereits jetzt die größte Dichte an Skigebieten im gesamten Alpenraum auf. Trotz des im Tourismuskonzept von 1992 festgehaltenen Ausbaustopps sei seit damals ein Kapazitätszuwachs von 23,6 Prozent zu verzeichnen. „Wir haben schon längst eine Sättigungsgrenze erreicht“, sagte Wiesflecker.

Während Josef Moosbrugger (V), Bürgermeister in Bizau und Obmann der Regio Bregenzerwald, davon sprach, dass es natürlich um qualitative Fortschritte gehe („Wenn nicht qualitativ investiert wird, ist man schnell weg vom Fenster“), verwies Siegfried Neyer (F) auf den Tourismus als Wirtschaftsfaktor. „Außer im Rheintal und im Walgau ist der Tourismus der bedeutendste Wirtschaftsfaktor überhaupt“, sagte Neyer, der selbst aus der Tourismus-Region Montafon stammt. Schränke man den Tourismus stark ein, seien der Verlust von Arbeitsplätzen und im Endeffekt Absiedelung die Folge. Auch er verwies darauf, dass die Investitionen der vergangenen Jahrzehnte „in die Qualität“ gegangen seien. Das Ziel müsse der Ganzjahrestourismus sein, sagte Vorarlberg Tourismus-Präsident Walter Lingg, und dafür brauche es solche Projekte wie den Zusammenschluss der Skigebiete von Damüls und Mellau.

Tourismus-Landesrat Manfred Rein (V) meinte, man habe sich beim Projekt Mellau-Damüls viel Zeit genommen. „Für Damüls ist es eine große Chance, Mellau dient es dem Überleben“, so Rein. Aber selbstverständlich habe die Verbindung die Natur zu berücksichtigen.

Mit dem Zusammenschluss der Skigebiete Damüls und Mellau ist derzeit die Behörde mit dem Ermittlungsverfahren beschäftigt. Laut Anfrage-Beantwortung der Landesräte Rein und Schwärzler (V) wurden in Vorarlberg seit 1995 Geländeveränderungen für Skipisten im Ausmaß von 38,94 Hektar bewilligt.

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