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Zumtobel-Tochter Tridonic verlegt Produktion nach Serbien

Zumtobel-Tochter Tridonic verlegt Produktion nach Serbien.
Zumtobel-Tochter Tridonic verlegt Produktion nach Serbien. ©Hartinger
Der Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel verlegt die Produktion der Komponententochter Tridonic ins günstigere Serbien. Am Stammsitz in Dornbirn soll der Fokus auf die Produktion von Leuchten gelegt werden - dort sollen auch die Tridonic-Mitarbeiter unterkommen. "Zu betriebsbedingten Kündigungen wird es in diesem Prozess nicht kommen", teilte Zumtobel am Mittwoch mit.
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“Mit einem Zumtobel-Group-Werk schaffen wir einen gemeinsamen Standort für unsere gesamte Produktionsbelegschaft in Dornbirn”, so das Unternehmen. Die Belegschaft der Komponententochter Tridonic soll in den nächsten drei bis vier Jahren in das Leuchtenwerk der Zumtobel Group in der Schweizerstraße integriert werden, der Standort in der Färbergasse soll weiter als Zentrale und Entwicklungszentrum fungieren. “Damit geben wir gleichzeitig ein klares Bekenntnis zum Standort Dornbirn ab”, so Christian Ranacher, SVP Human Resources Zumtobel Group und Leiter des Projekts.

Kosten sollen gesenkt werden

Gleichzeitig werden die Tridonic Produktionsanlagen schrittweise an den neuen Standort der Gruppe im serbischen Nis verlegt. Dadurch sollen die Kosten gesenkt und die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden – besonders im Komponentensegment stehe man unter hohem Preisdruck.

Stellungnahme des Zumtobel-Betriebsrates:

“In den letzten Monaten wurde mit den Betriebsratsvorsitzenden der Zumtobel Group Dornbirn in intensiven Verhandlungen mit der Unternehmensführung eine drohende Schließung abgewendet. Der Plan ist, die Arbeitsplätze der Tridonic-Mitarbeiter durch eine interne Verlagerung zur Zumtobel Lighting GmbH am Standort Dornbirn zu erhalten.

Betroffene Mitarbeiter werden zu gleichwertigen Bedingungen übernommen

Die Betriebsräte der Zumtobel Group nehmen in einem ersten Schritt zur Kenntnis, dass die MitarbeiterInnen von Tridonic und Zumtobel in der Produktion der Zumtobel Lighting GmbH zusammengeführt werden sollen. Laut CEO Ulrich Schumacher kommt es in diesem Zeitraum (3 ½ – 4 Jahre) zu keinen betriebsbedingten Kündigungen. Alle Betriebsratsgremien am Standort Dornbirn bestehen darauf, dass die ausverhandelten und zugesagten Vereinbarungen auf jeden Fall eingehalten werden. Des Weiteren wurde vereinbart, dass offen kommuniziert wird und alle betroffenen MitarbeiterInnen zu gleichwertigen Bedingungen übernommen werden. Für Sonderfälle wird vorsorglich ein Sozialplan erstellt.

Mit dem Konzept, die Belegschaft über einen mehrjährigen Prozess in einem gemeinsamen Werk zusammenzuführen, nehmen die Betriebsratsgremien die Verantwortlichen in ihre Pflicht. Die ArbeitnehmervertreterInnen schauen kritisch darauf, dass sie während der gesamten Projektdauer in einem transparenten Prozess eng eingebunden sind. Die Belegschaft wird in diese offene Kommunikation in regelmäßigen Informationsveranstaltungen einbezogen.

Mitarbeiter werden bei Wechsel individuell begleitet

Wichtig ist uns, dass alle MitarbeiterInnen der Tridonic bei diesem Wechsel individuell begleitet und auf ihre neue Arbeit vorbereitet werden. Zuerst müssen die persönlichen Voraussetzungen für den Wechsel der MitarbeiterInnen individuell geklärt sein. Erst dann erfolgt die Verlegung der jeweiligen Produktions-Linien aus dem Tridonic-Werk in das neue Werk in Niš / Serbien. Bei der Integration der Tridonic-Belegschaft in das Werk der Zumtobel Lighting, muss der Mensch im Mittelpunkt stehen. Daher auch der lange Zeitraum von drei bis vier Jahren. Neben den Interessen der betroffenen MitarbeiterInnen von Tridonic ist es wichtig, dass auch die Belange der MitarbeiterInnen der Zumtobel Lighting berücksichtigt werden und innerbetriebliche Abläufe nicht gefährdet sind. Im vorgesehenen Sozialplan werden Fragen beantwortet, wie mit erworbenen Ansprüchen, Altersteilzeit, Umschulungen oder frühzeitigen Pensionierungen etc. umgegangen wird. Allen weiteren Optionen stehen wir offen gegenüber.

Herausforderung für Betriebsräte

Die Betriebsräte beider Unternehmen betrachten dies als Herausforderung, zwei gewachsene Unternehmenskulturen unter einem Dach der Zumtobel Group zusammenzuführen. Sie werden sich der Situation stellen und diesen Prozess zur langfristigen Sicherung des Standorts Dornbirn aktiv mitgestalten. Ziel ist es, dass Betriebsrat und Belegschaft während der gesamten Projektdauer und darüber hinaus in einem offenen Dialog stehen, um die Interessen jedes einzelnen Beschäftigten zu wahren.”

 

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