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Zum Gedenken: Maura Hämmerle

Lustenau. Ganz überraschend wurde Frau Maura Hämmerle, geborene Vuga durch Herzversagen aus dem Kreis ihrer großen Familie abberufen.

Eine Krebserkrankung hatte sie vor zehn Jahren mit Energie und einer positiven Lebenseinstellung überwunden und konnte sich wieder selbst versorgen.
1925 wurde sie im damals noch zu Italien gehörenden Teil Sloweniens geboren und wuchs mit vier Geschwistern in bescheidenen Verhältnissen auf. Während des zweiten Weltkrieges lernte sie den Lustenauer Ludwig Hämmerle in Miramare kennen, der dort als Soldat stationiert war. Noch vor dem Kriegsende heiratete sie ihn und übersiedelte nach Kriegsende nach Lustenau. Dort lebte sie sich trotz sprachlicher Schwierigkeiten schnell ein und hatte bald einen großen Bekanntenkreis. 1949 wurde ihre zweite Tochter Waltraud und 1955 Sohn Hans geboren. Kurz darauf übersiedelte die Familie in ihr neues Eigenheim Brändlestraße 36. Da die finanzielle Situation der Familie sehr bescheiden war, arbeitete Maura neben Haushalt und Kinderbetreuung als Weberin und Heimarbeiterin und trug so maßgeblich zum Unterhalt der Familie bei. Maura war eine starke Frau, der die Familie über alles ging und die sich durch Schwierigkeiten nicht kleinkriegen ließ. Gastfreundschaft wurde in ihrem Haus immer groß geschrieben. Freunde und Bekannte fühlten sich bei ihr im Hause Brändlestraße 36 stets wohl. Ihre fünf Enkel waren ihr ganzer Stolz. Daher verbrachte sie mit ihnen viel Zeit. 1991 starb nach 46 Ehe Jahren ihr Gatte Ludwig.

Ein Höhepunkt in ihrem Leben war die Geburt ihrer beiden Urenkel, die fortan ihr Leben ausfüllten. Uri, wie sie von beiden liebevoll genannt wurde, waren ein neuer Mittelpunkt in ihrem Leben und eine neue Aufgabe.

Maura war eine starke, einfühlsame und humorvoll Frau und lebte, obwohl es für sie nicht immer leicht war, nach dem von ihr oft zitierten Spruch „Ma muss zfrda sin, äs git viel Ergers”. Viel Zeit verbrachte sie beim Lesen und fühlte sich daheim in ihrer Wohnung und im Garten am wohlsten. Pfarrer Josef Drexel feierte mit eine großen Trauergemeinde den Auferstehungsgottesdienst in der Pfarrkirche, der von Toni Hämmerle (Zither) und den Enkeln und Urenkeln der Verstorbenen mitgestaltet wurde.

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