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Zum Gedenken: Franziska Grabher

Lustenau. Fast 20 Jahre lang ertrug Frau Franziska Grabher die Schmerzen ihrer Krankheit mit großer Geduld, bis sie vom Tod er­löst wurde.

Als sechstes der acht Kinder des Zimmermanns Xaver King und seiner Gattin Josefine wurde sie 1930 in Kennelbach geboren. Im Elternhaus in Kennelbach wuchs sie in einer Großfamilie auf und lernte schon früh sich zu bescheiden und auf andere Rücksicht zu nehmen. Nach dem Besuch der Volksschule in Kennelbach leistete sie in einer Familie in Buch ihr Pflichtjahr. Dann war es schwer, einen Arbeitsplatz zu finden. Deshalb unterstützte sie ihre Mutter im Haushalt und half dem Vater bei den verschiedenen Tätigkeiten, die er als Mesner in der Kirche erledigen musste. Erst 1949 gab es für sie bei der Fa. Schindler Arbeit in der Spinnerei. 1953 lernte sie Sigurd Grabher kennen, mit dem sie 1954 den Lebens­bund schloss. Es traf sie hart, dass ihr Hochzeitstag mit dem Sterbetag ihres Schwiegervaters zusammenfiel und die geplante Hochzeitsfeier abgesagt werden musste. Im Laufe der nächsten Jahre gingen fünf Kinder aus ihrer glücklichen Ehe hervor. Für die gute Mutter war der frühe Tod eines von ihnen ein schwerer Schlag. In der Arbeit für die Familie und bei der Unterstützung des Gatten in seiner Schreinerei fand sie Ablenkung. Beim Bau der Rosenkranzkapelle im Ochsenvorach, den ihre Familie durchführte, half sie nach Kräften mit. Seit ihrer Fertigstellung 1989 leitete sie während der Sommermonate den wöchentlichen Rosen­kranz am Donnerstag. Am Tod ihres Gatten (2002) trug sie besonders schwer. Ihre sechs Enkel waren ihr ein großer Trost und eine willkom­mene Ablenkung. Dass sie die Geburt ihres ersten Urenkels noch erleben konnte, erfüllte sie mit großer Dankbarkeit. Im April dieses Jahres feierte sie im Kreise ihrer Großfamilie trotz Krankheit ihren 80. Geburtstag als großes Familienfest. Durch liebevolle Pflege und Be­treuung während der langen Krankheit statteten ihr die Kinder die Dankesschuld für ihren Einsatz in der Familie ab. Eine große Trau­ergemeinde verabschiedete sich von ihr in der Guthirtenkirche und auf dem Friedhof Hasenfeld. Pfarrer Anton Cobzariu feierte den Gottesdienst in Conzelebration mit Kaplan Kroner und Diakon Milhalm und gedachte der guten Gattin und Mutter in einem persönlichen Nachruf. Peter Cavall (Gesang) und Otto Vonbank umrahmten die Trauerfeier musikalisch.

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