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Zum Gedenken an Lotte Alge

Lutenau. Mit Frau Lotte Alge geborene Grabher wurde eine gute Gattin und Mutter nach einem erfüllten Leben in den ewigen Frieden abberufen. Der Tod war für sie eine Erlösung von den Beschwerden des Alters. Im Jänner 1922 wurde sie als drittes Kind der Eheleute Eugen und Maria Grabher in Lustenau geboren.

Trotz Nachkriegszeit und Weltwirtschaftskrise erlebte sie mit zwei älteren Brüdern und einer jüngeren Schwester eine glückliche Kindheit und Jugend. Schon während ihrer Schulzeit half Lotte im elterlichen Haushalt und verdiente als Ferialkraft in der Konservenfabrik Brunold ihr erstes Geld. Ab 1936 arbeitete sie in “Ölers” Fabrik im Widum und wechselte bei Kriegsbeginn als Näherin zur Elastisana nach Dornbirn, wo sie bis 1945 Heeresbekleidung nähte. Nach Kriegsende nützte sie als Näherin in Berneck eine besser bezahlte Arbeitsstelle. Am 20. Mai 1951 reichte sie dem jungen Tierarzt Dr. Linus Alge im Gallusstift in Bregenz die Hand zum Lebensbund. Zunächst wohnte die junge Familie in ihrem Elternhaus.

Nach der Geburt der Söhne Wolfgang und Erich und der Tochter Claudia übersiedelte die junge Familie ins neue schmucke Wohnhaus in der Schmiedgasse. Dort wurden noch Tochter Renate und Nachzügler Rudi geboren. Neben dem Tierarztgeschäft sorgte sie mit viel Liebe und Geduld für ihre Kinderschar und betreute den großen Haushalt. Mit Gatten und Kindern erholte sie sich bei Ferienaufenthalten in Südtirol und Österreich. Mit ihrem Gatten unternahm sie Reisen nach Hamburg, Paris, Florenz und Holland und besuchte später mit Tochter Claudia ihren Sohn Erich in Birmingham. Natur und Berge faszinierten sie von Jugend an. Deshalb war sie mit ihren Kindern bei Ausflügen und Wanderungen viel unterwegs und begeisterte diese für die Schönheiten der Natur. Allen fünf Kindern ermöglichte sie eine gute Ausbildung an den Universitäten Innsbruck und Wien. Als 1976 ihr erster Enkel Markus geboren wurde, begann für sie ein neuer Lebensabschnitt mit viel Zuwendung an die Enkel.

Nach der Pensionierung des Gatten sorgten Gartenarbeit, Ausflüge und Verwandtenbesuche für Abwechslung. Mit zunehmendem Alter bereiteten ihr die Knie Probleme. Sie ertrug aber ihr Leiden ohne Klagen und hatte in ihrem Gatten Linus einen immer einsatzbereiten Helfer. Gemeinsam war es ihnen möglich, ihren Haushalt bis ins 90. Lebensjahr ohne fremde Hilfe zu führen. Eine große Trauergemeinde verabschiedete sich von der allseits geschätzten Frau beim Auferstehungsgottesdienst in der Pfarrkirche, den Pfarrer Drexel würdig gestaltete und den Toni Hämmerle (Zither) und Ivan Mataric (Orgel) musikalisch umrahmten.

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