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Zugunglück in Pakistan Folge einer defekten Kupplung

Arbeiter in Daharki reparieren die ramponierten Gleise
Arbeiter in Daharki reparieren die ramponierten Gleise ©APA/AFP
Das Zugsunglück in Pakistan mit 63 Todesopfern ist nach Angaben der Regierung durch eine defekte Kupplung verursacht worden. Wie Bahnminister Azam Swati am Mittwoch in Lahore sagte, entgleiste der Millat Express am Montag auf dem Weg von Karachi nach Sargodha, weil eine Kupplung zwischen zwei Wagen defekt und mehrere Schrauben locker waren. An der Fehlerkette, die letztlich zum Unglück führte, seien insgesamt 22 Mitarbeiter beteiligt gewesen.

Aus der Gegenrichtung kommend war kurz nach der Entgleisung ein Schnellzug aus Rawalpindi in den Zug gerast. An Bord beider Züge waren mehr als tausend Menschen, von denen viele gerade geschlafen hatten. An der Unglücksstelle bei Daharki in einer ländlichen Region der Provinz Sindh waren Rettungskräfte stundenlang damit beschäftigt, Überlebende aus den Zugtrümmern zu befreien.

Swati sagte, an der Fehlerkette, die zu dem Unglück geführt habe, seien 22 Bahnmitarbeiter beteiligt gewesen. Der Minister führte das Unglück aber auch auf die veralteten Züge und das marode Schienennetz in Pakistan zurück. "Wir sind ein armes Land und verfügen noch nicht einmal über neue Technik, um Wagen zu reparieren", sagte Swati. Oft hätten die Monteure nur einen Hammer.

Zugsunglücke sind in Pakistan aufgrund maroder Schienen, Missmanagements und fehlender Investitionen keine Seltenheit. Viele Pakistaner, die es sich leisten können, nutzen lieber Busse.

(APA/AFP)

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