Zugunglück: Ermittlungen gegen Lokführer eingestellt

Feldkirch (VN) - Der tragische Tod zweier junger Männer (23) auf den Bahngleisen in Feldkirch-Altenstadt erschütterte kurz vor Weihnachten ganz Vorarlberg. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein.
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Wie berichtet, hatte der 23-jährige Lenker sowohl die geschlossene Bahnschranke als auch das Rotlicht übersehen und geriet mit seinem BMW auf die Gleise. Der Rankweiler und sein Beifahrer aus Feldkirch hatten keine Chance. Wenige Sekunden später wurden sie von einem herannahenden Lok-Gespann erfasst und getötet. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt das Ermittlungsverfahren gegen den 51-jährigen Lokführer eingestellt.

 

Kein Fehlverhalten festgestellt

Wie Behördensprecher Heinz Rusch gegenüber den VN mitteilte, konnte „kein Fehlverhalten“ festgestellt werden. Gegen den 51-Jährigen war wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen ermittelt worden. Der Lokführer, der bei dem Unfall einen Schock erlitt, ist mittlerweile wieder im Dienst. ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel: „Der Mitarbeiter hat sich nach dem Unfall eine dreiwöchige Auszeit genommen, um die Geschehnisse zu verarbeiten. Seit Mitte Jänner ist er wieder im Dienst.“

 

Notbremsung nicht möglich

Laut Zumtobel war der Lokführer im Bereich der Unfallstelle mit 90 km/h unterwegs. Bei dieser Geschwindigkeit sei ein „Anhalten vor einem Hindernis trotz Notbremsung nicht mehr möglich“. Unmittelbar nach dem Unfall nahmen Polizei, ÖBB und die unabhängige Unfallkommission ihre Arbeit auf. Sie alle kamen zu dem Schluss, dass die Einrichtungen der mit zwei Schranken und vier roten Warnleuchten gesicherten Eisenbahnkreuzung „ordnungsgemäߓ funktioniert haben.

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