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Zugangsprüfung für Gymnasium?

Zu viele Kinder drängen ins Gymnasium. Dir. Wirthensohn schildert, wie es sein sollte: Von 90 Abgängern der Volksschule Bregenz-Schendlingen „geht nie mehr als ein Drittel ans Gymnasium“. Aufnahmsprüfung

Zwei Drittel wählen die Hauptschule. Wobei nur einem Drittel die Gymnasialreife abgesprochen wird. Die anderen weichen freiwillig aus.

Aber so ist es nicht überall. Deshalb wäre die Direktorin des Privatgymnasiums Riedenburg, Hildegard Gstach, auch froh, wenn es generell Aufnahmsprüfungen gäbe. „Manche Volksschullehrer geben halt immer noch durchgehend lauter Einser.“

Der Druck wächst

Schulinspektor Raimund Rosenberg ist überzeugt, „dass derzeit rund 20 Prozent der Kinder am Gymnasium dort nicht hingehören“. Dass „die ganze Last der Entscheidung auf den Schultern des Volksschullehrers ruht“, findet er schlecht. „Heute redet man ja schon davon, die Noten der dritten Klasse miteinzubeziehen. Das erhöht den Druck nur.“

Schulversuch

Der Druck steigt im zweiten Halbjahr der Volksschulabschlussklasse regelmäßig sprunghaft an. Dann geht‘s ans Eingemachte und friedvolle Eltern offenbaren Raubtiercharakter. Deshalb berichtet Rosenberg auch so überzeugt von „der Infoschiene, die wir vor zwei Jahren in Lustenau gelegt haben“. Schlussendlich brachte man‘s in diesem Projekt so weit, dass sich Gymnasium und Hauptschulen gemeinsam den Eltern präsentierten.

Die Hauptschule wird laut Rosaenberg, der für Pflichtschulen verantwortlich zeichnet, weit unter ihrem Wert geschlagen. Nur in manchen Fällen bestehe „noch immer ein riesiger Unterschied zum Gymnasium“. Rosenberg steht auch einer Aufnahmsprüfung am Gymnasium positiv gegenüber. „Wäre sicher ein Weg“, dre freilich zeitlich abgestimmt werden muss. Denn die guten Hauptschulen können sich heute bereits ihre Schüler aussuchen. Und sie tun das von Mal zu Mal früher.

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