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Zivilisten starben bei Angriff der US-Koalition in Syrien

©AFP
Bei einem Luftangriff der US-geführten Koalition auf die IS-Terrormiliz sind im Norden Syriens nach Angaben von Aktivsten acht Kinder und drei Frauen ums Leben gekommen.

Das internationale Bündnis habe das Dorf Hasima nördlich der Extremisten-Hochburg Al-Raqqa bombardiert, erklärte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag.

Dort gebe es Kämpfe zwischen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und Kräften, die von den syrischen Kurden geführt werden. Diese wollen auf Al-Raqqa vorrücken.

Informationen kaum überprüfbar

Die “Menschenrechtsbeobachter” sitzen in Großbritannien, beziehen ihre Informationen jedoch aus einem dichten Netz an Informanten in Syrien. Wegen der unübersichtlichen Lage in dem Bürgerkriegsland sind ihre Informationen von unabhängiger Seite kaum überprüfbar.

Ende Dezember hatte die Beobachtungsstelle mitgeteilt, dass seit Beginn der US-geführten Luftangriffe im September 2014 rund 300 Zivilisten getötet worden seien. Die Internetseite Airwars.org, ein Projekt von Journalisten, kommt auf 402 bis 550 Zivilisten, die bisher in Syrien von der internationalen Koalition getötet worden sein sollen.

Eigene Mutter hingerichtet

Weil sie versucht hatte, ihn zum Verlassen der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu überreden, hat ein IS-Kämpfer in Syrien laut Aktivisten unterdessen seine eigene Mutter hingerichtet. Die 40-jährige Postangestellte sei aus ihrer Heimatstadt Tabaka in die IS-Hochburg Raqqa gereist, um ihren 20-jährigen Sohn heimzuholen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag.

Sie habe gefürchtet, dass er bei Luftangriffen auf die Stadt getötet werden könnte. Der junge Mann habe umgehend seine Vorgesetzten informiert, berichtete die oppositionsnahe Organisation. Seine Mutter sei daraufhin festgenommen worden. Am Mittwoch habe ihr Sohn sie in Raqqa in der Öffentlichkeit vor rund hundert Zuschauern mit einem Kopfschuss getötet.

Kein Hilfstransport eingetroffen

Nach der Zustimmung des syrischen Regimes zu Hilfslieferungen warten unterdessen mindestens 20.000 hungernde Menschen in der belagerten Stadt Madaya auf Lebensmittel. Bisher sei in dem Ort kein Hilfstransport eingetroffen, berichtete der Aktivist Abdullah Najim am Freitag dem arabischen Nachrichtensender Al-Arabiya. Es seien am Stadtrand auch keine Vorbereitungen zu erkennen.

Ein Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sagte, die Hilfsorganisationen hätten die Erlaubnis für Lieferungen nach Madaya bekommen. Diese könnten wegen der Größe der Konvois erst am Sonntag erfolgen. Zudem sei Hilfe für die von Rebellen belagerten Orte Fua und Kefraya im Nordwesten Syriens gestattet worden.

Madaya liegt nordwestlich von Damaskus und wird seit rund einem halben Jahr von Truppen des Regimes und der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah belagert.

Rund 40.000 Menschen sind dort nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrecht eingeschlossen. Viele von ihnen hungern Aktivisten zufolge, weil es zu wenig Lebensmittel gibt. Hilfsorganisationen konnten eigenen Angaben zufolge zuletzt im Oktober Güter nach Madaya bringen.

“Extrem alarmiert”

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières/MSF) erklärte, sie sei “extrem alarmiert”. Seit Anfang Dezember seien 23 Menschen verhungert, unter ihnen sechs Säuglinge. Madaya sei ein “Gefängnis unter freiem Himmel” für schätzungsweise 20.000 Menschen, die seit Monaten wenig Nahrung bekommen hätten. “Es gibt keinen Weg hinein oder hinaus, so dass die Menschen dem Tod überlassen sind”, heißt es in einer Stellungnahme. (APA)

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