Zilk: "Besserwisser sollen schweigen"

Der Wiener Altbürgermeister Helmut Zilk (S) ist mit dem Ergebnis der Koalitionsverhandlungen höchst zufrieden - und ärgert sich über Parteikritiker.

„Die Besserwisser in der SPÖ sollen endlich schweigen“, sagte Zilk am Montag im Telefonat mit der APA. Er habe Vertrauen in Parteichef Alfred Gusenbauer, dass dieser seine Arbeit gut machen werde. Auch gegen die Ressortverteilung hat Zilk nichts einzuwenden.

Es handle sich um eine „sachliche Verteilung“ der Ressorts. Es wäre naiv, zu glauben, dass eine Partei besser als die andere abgeschnitten habe, so Zilk – der sich derzeit in seinem Zweitwohnsitz in Portugal befindet.

Auch die Vereinbarung in Sachen Studiengebühren sei ein guter Kompromiss. „Ich habe ohnehin immer gesagt, die haben ihren Sinn. So etwas gibt es auf der ganzen Welt“, betonte der Altbürgermeister, der das Stipendienwesen in Österreich in diesem Zusammenhang als „vorbildhaft“ bezeichnete.

Die Regelung, wonach durch soziale Tätigkeiten eine Befreiung von der Studiengebühr erlangt werden kann, hält Zilk für akzeptabel: „So schlimm finde ich das nicht.“ Dadurch, dass Studenten im Dienste der Gemeinschaft etwas leisten, könnten sie der Gesellschaft auch etwas zurückgegeben.

Parteikritiker – und vor allem Gusenbauers Kritiker – müssten laut Zilk „in die Schranken“ gewiesen werden. Dass der Industrielle und frühere SP-Vizekanzler Hannes Androsch von einer „fassungslosen“ Basis gesprochen habe, habe mit dessen persönlicher Geschichte zu tun, zeigte sich Zilk überzeugt. Androsch habe den Verlust der Macht nie überwunden.

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