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Zigaretten, nein danke

Lustenau/VN - Raucherpräventionsprojekt: 100 Schüler und Lehrer aus ganz Europa waren in Vorarlberg zu Gast.
Raucherpräventionsprojekt in Lustenau

80.000 Euro verrauchen die Schüler der HTL Bregenz Jahr für Jahr. Zu diesem beeindruckenden Ergebnis sind die Jugendlichen bei einer Umfrage im Rahmen des dortigen Raucherpräventionsprojekts gekommen. Seit rund fünf Jahren sagt die Schule dem Rauchen den Kampf an. Begonnen hat alles mit einer zunächst simplen Frage: „Warum raucht ihr, wenn es doch so schädlich ist?“, wollte Chemielehrer Helmut Moderegger von seinen Schülern wissen. „Was interessiert uns, was in 40 Jahren ist“, war die knappe Antwort.

So wollte das Moderegger nicht stehen lassen und machte sich auf die Suche nach etwas, das für die Schüler die unmittelbaren Folgen des Rauchens auf den menschlichen Körper erlebbar machen sollte. Entstanden ist der sogenannte Nikomat. Ein Gerät, mit dem die Auswirkungen des Rauchens auf Puls, Durchblutung und Fingertemperatur mittels Infrarot gemessen werden können. „Es war spannend zu sehen, wie der Körper auf das Rauchen reagiert und wie brutal er arbeiten muss, um die Giftstoffe zu bekämpfen“, ist HTL-Schüler Leander Fritsche beindruckt.

Schulen aus ganz Europa

Mit seinem Engagement hat der Chemielehrer längst Gleichgesinnte in ganz Europa begeistert. Zwölf Schulen sitzen mittlerweile im Nichtraucher-Boot. Schüler der HAK Lustenau wurden unlängst gar mit dem „Jugend Bravo“ des Landes ausgezeichnet. Am vergangenen Wochenende trafen sich in Vorarlberg über 100 Lehrer und Schüler aus der Türkei, Italien, Spanien, Deutschland, der Schweiz und Österreich – zur Auftaktveranstaltung eines von der EU geförderten Raucherpräventionsprojekts. Sie stellten ihre Projekte vor und wurden zugleich in die Geheimnisse des Raucherpräventionskoffers eingeweiht. Darin enthalten sind Geräte, die allesamt von den teilnehmenden Schulen entwickelt und in der HTL Bregenz zusammengebaut wurden.

Giftige Rauchinhaltsstoffe können damit analysiert, die Auswirkungen von Zigarettenrauch auf Einzeller beobachtet oder der Kohlenmonoxid-Gehalt in der Atemluft gemessen werden. In Kooperation mit dem aks sollen die Koffer in Bälde auch anderen Schulen ausgeliehen werden können. Bislang waren die Projekte auf 14- bis 15-Jährige ausgelegt. Zusammen soll nun auch eines für Zehn- bis Elfjährige entwickelt werden. Nach dem Motto: Was können wir tun, damit die jüngeren Mitschüler erst gar nicht mit dem Rauchen anfangen? HAK-Schüler Sandro Tirler zeigt sich trotz Wochenend-Einsatz begeistert von diesem EU-Projekt: „Es hat mir super gefallen. Man lernt viele Leute kennen und ich konnte endlich wieder italienisch und spanisch sprechen.“

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