Zentralmatura: Vorarlberg fällt auch im zweiten Anlauf in Mathe durch

Im zweiten Anlauf haben es viele doch noch geschafft.
Im zweiten Anlauf haben es viele doch noch geschafft. ©VOL.AT
Mehr als die Hälfte der bei der schriftlichen Zentralmatura zunächst mit einem Fünfer beurteilten Schüler haben ihre Kompensationsprüfung geschafft und sich damit noch eine positive Note gesichert. Vorarlberg hat nach wie vor den höchsten Prozentsatz an Mathe-Fünfern.
15 Prozent in Mathe durchgefallen

Das zeigen die vom Bildungsministerium veröffentlichten Zahlen (Rücklaufquote: 97 Prozent). Die wenigsten Fünfer insgesamt gibt es nun nicht mehr in Oberösterreich, sondern durchgehend in Kärnten.

Im zweiten Anlauf lief es für viele besser

Lagen die Durchfallerquoten österreichweit zunächst in Deutsch noch bei 3,3 Prozent, in Englisch bei 5,8 und in Mathe bei 10,5 Prozent, sanken sie nun auf 0,6 Prozent (Deutsch), 2,6 Prozent (Englisch) und 4,1 Prozent (Mathe).

Die (mündlichen) Kompensationsprüfungen wurden mit der neuen Matura eingeführt – dafür entfiel der bisher mögliche “Zusatz” bei der mündlichen Matura: Mit diesem war bei der “alten” Reifeprüfung die Korrektur einer negativen schriftlichen Note möglich.

Große Veränderungen in Kärnten

Besonders erfolgreich bei den Kompensationsprüfungen waren die Kärntner Schüler: Sie sprangen jeweils aus dem Mittelfeld der Bundesländer-Wertung an die Spitze. In Kärnten fielen in Mathe nur 2,1 Prozent der Schüler endgültig durch (vor Kompensationsprüfung: neun Prozent), in Englisch 1,5 Prozent (7,2 Prozent) und in Deutsch nur 0,1 Prozent (zwei Prozent). Bemerkenswert: Alle männlichen Kärntner Maturanten schafften sowohl die schriftliche Deutsch- als auch die Englisch-Matura.

Knapp hinter Kärnten liegen die oberösterreichischen Schüler, wo 2,3 Prozent in Mathe, 1,7 Prozent in Englisch und 0,2 Prozent in Deutsch durchfielen. In allen Fächern überdurchschnittlich schnitten auch die Steirer ab.

Vorarlberg bleibt negativer Spitzenreiter in Mathe

In allen Fächern unterdurchschnittlich lagen die Resultate im Burgenland und in Wien, in Tirol waren sie in Deutsch genau im Schnitt und in Mathe und Englisch darunter. Insgesamt sind die Unterschiede aufgrund der ohnehin geringen Durchfallerquote aber nicht groß.

Die meisten Fünfer in Mathe gab es anteilsmäßig in Vorarlberg (6,5 Prozent), die meisten in Englisch im Burgenland (4,3 Prozent), die meisten in Deutsch im Burgenland und Wien (je 1,0 Prozent).

Nach Geschlechtern bestätigte sich das Bild vor der Kompensationsprüfung: In Deutsch gab es keinen Geschlechterunterschied bei der Fünfer-Quote (je 0,6 Prozent), in Mathematik und Englisch schnitten die Buben besser ab (Mathe: Fünfer-Quote 3,2 Prozent bei den Burschen und 4,8 Prozent bei den Mädchen, Englisch: 1,6 Prozent vs. 3,3 Prozent).

Wer auch die Kompensationsprüfung nicht geschafft hat, muss nun bei einem der nächsten Maturatermine erneut in diesem Fach zur schriftlichen Matura antreten. Die nächste Möglichkeit dazu gibt es Mitte September.

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