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Zentralmatura: Auch Feldkirch startet Pilotprojekt

Feldkirch - An 57 Schulen in ganz Österreich steht an drei Terminen eine "standardisierte Reifeprüfung" in den Fächern Englisch (52 Schulen), Englisch und Französisch (3 Schulen) bzw. Französisch (2 Schulen) auf dem Programm.

Auch am Bundesgymnasium Feldkirch-Rebberggasse gibt es in Englisch erstmals österreichweit einheitlich gestellte Prüfungsaufgaben. Zwei der drei gefragten Teilfertigkeiten bei der schriftlichen Matura, nämlich das Hör- und das Leseverstehen, werden für alle Schüler eines Prüfungstermins einheitlich sein, die dritte – das Schreiben – soll in einer nächsten Stufe folgen, so Josef Lucyshyn, einer der beiden Leiter des Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens (BIFIE), gegenüber der APA.

Aufgrund der kurzen Vorlaufzeit für das Projekt – die Maturatage waren bereits festgelegt – gibt es heuer insgesamt drei Termine: Der Startschuss fällt am 29. April, auch am 5. und 19. Mai wird geprüft. Die Schulen eines Prüfungstermins erhalten fertige Aufgabenhefte bzw. eine CD für den Hörverständnisteil, die versiegelt an die Schule geschickt wurden. An den beiden anderen Terminen gibt es komplett neue Aufgaben, die aber nach dem gleichen Prinzip aufgebaut sind. Mittelfristig sei aber natürlich ein einziger Termin sinnvoll, so Lucyshyn – einerseits wegen der geringeren Entwicklungskosten, andererseits natürlich auch aus Gerechtigkeitsgründen.

Korrigiert werden die Matura-Arbeiten von den jeweiligen Lehrern selbst. Sie erhalten dafür einen Auswertungsschlüssel, der die richtigen Lösungen und eine Umrechnungstabelle in Noten enthält. Darüber hinaus werden für jeden Termin als Service für die Lehrer an drei Tagen Hotlines für etwaige Fragen eingerichtet. Zur Qualitätssicherung werden außerdem Proben gezogen, die allerdings keinen Einfluss auf die Note haben.

Entwickelt wurde das Projekt vom BIFIE zusammen mit der Universität Innsbruck, Praktikern und Partner-Unis aus dem Ausland.In den vergangenen Monaten hat es umfassende Feldtests gegeben, um die Qualität der Aufgaben-Items sicher zu stellen. 2009 werden Schulen auch standardisierte Aufgabenstellungen für “Language in Use” angeboten. An einheitlichen Aufgabenstellungen für die Überprüfung der Schreibkompetenz wird bereits intensiv gearbeitet. Auch die Überprüfung der Schreibkompetenz sei möglich, so Lucyshyn: “Der freie Wald- und Wiesenaufsatz ist obsolet.”

Von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) hat das BIFIE bereits den Auftrag bekommen, für die Fächer Italienisch, Russisch, Spanisch, Mathematik, Darstellende Geometrie, Physik und Biologie standardisierte Reifeprüfungen zu entwickeln. Auch diese sollen in Zusammenarbeit mit Wissenschaftern und Praktikern erarbeitet werden.

Beim schriftlichen Teil sieht Lucyshyn mittelfristig “gute Chancen” für eine Zentralmatura in Form von standardisierten Aufgabestellungen, die zentral erstellt werden. Den mündlichen Teil sollten aber die Schulen weiter selbst erarbeiten, weil ansonsten deren Autonomie und etwaige Schulschwerpunkte gefährdet wären. Vorstellbar seien hier eher Prozessstandards für den Ablauf der Reifeprüfung. Kompetenzorientierte und standardisierte Aufgabenstellungen bei Abschlussprüfungen fördern laut Lucyshyn höhere Transparenz und Objektivität in der Beurteilung und machen Leistungen “erstmals fair vergleichbar”. Es müsse im Interesse aller Bildungseinrichtungen liegen, nachhaltig abgesicherte Kompetenzen und Wissen für Arbeitgeber sowie für den tertiären Bildungsbereich zu dokumentieren.

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