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Zeit als kompetitiver Faktor

Sabine Herlitschka ist eine der wenigen Frauen, die in der Industrie ganz vorne an der Spitze reüssieren.
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Stets den Blick nach vorne zu richten, ist dabei eine ihrer wichtigsten Fähigkeiten. Denn als Vorstandsvorsitzende des Chipherstellers Infineon Technologies Austria weiß sie nur zu gut, welche Veränderungen der Wirtschaft bevorstehen.

Dabei dreht sich alles um das große Thema Digitalisierung. „Der Wandel war noch nie so schnell und wird nie wieder so langsam sein“, ist Sabine Herlitschka überzeugt.

Im Infineon-Headquarter in Villach werden unter anderem Mikrofone aus Silikon entwickelt. „Damit sind wir in jedem dritten Smartphone weltweit zu finden. Wir verbinden die reale mit der digitalen Welt“, fasst Herlitschka zusammen.

In den Ausbau des Standorts Villach wird nun die stolze Summe von 1,6 Milliarden Euro investiert. „Das ist viel Geld und eine der größten Investitionen in Österreich der letzten Jahrzehnte. Aber es ist auch ein strategisches Statement. Wir setzen auf Österreich und Europa.“ Es liege auch an den Unternehmen, dass speziell Regionen attraktive Wirtschafts- und Lebensräume für die Menschen sind. „Regionen müssen Lebensräume und Lebensläufe ermöglichen“, sagt Sabine Herlitschka.

4500 Arbeitsplätze

Infineon Technologies beschäftigt in Österreich 4500 Mitarbeiter, davon allein 1800 in der Forschung und Entwicklung. Am Standort gibt es aber nicht nur hochwertige Arbeitsplätze, sondern für die Kinder der Mitarbeiter auch einen internationalen Kindergarten sowie eine internationale Schule. „Denn Bildung ist letztlich die Basis für alles“, ist die Vorstandschefin überzeugt. Die Digitalisierung bringe Europa auch deshalb die große Chance, weil es dabei um Wissen und Know-how gehe. „So können wir uns aus dem Wettbewerb um die billigsten Arbeitskosten lösen.“ Dank der Digitalsieriung könne man eine höhere Effizienz, geringere Preise und eine höhere Verfügbarkeit gewährleisten.

Reale und digitale Welt

Die Digitalisierung komme also nicht nur mit einer exponentiellen Geschwindigkeit daher. Daraus könne auch viel Kraft entstehen, ist die Vorstandsvorsitzende überzeugt. Dafür müsse man aber Veränderung zulassen. „Wer langsam ist, wird verändert. Unser Anspruch ist aber, uns selbst zu verändern. Infineon ist das forschungsstärkste Unternehmen in Österreich“, sagt Herlitschka.

Eine Veränderung wird es auch bei den Arbeitsplätzen geben. „Es werden neue Jobprofile wie beispielsweise Robotertrainer entstehen. Deshalb haben wir hier eine große Notwendigkeit, diese entsprechend zu gestalten.“

Auf unsere Interessen schauen

Generell gehe es darum, Antworten auf die großen gesellschaftlichen Fragestellungen wie Energieeffizienz oder Sicherheit zu finden. „Als Infineon müssen wir technologische Antworten anbieten können.“ Herlitschka verweist dabei auch auf die USA und China, die derzeit sehr viel mehr Geld in Schlüsseltechnologien investieren als Europa. „Wir in Europa schreiben gute Strategiepapiere, müssen sie aber rascher umsetzen. Freier Handel ist wichtig, aber wir müssen auch auf unsere Interessen schauen. Dabei ist Zeit ein wesentlicher kompetitiver Faktor.“

Die Managerin sieht Infineon gut gerüstet. Dennoch brauche es angesichts des herausfordernden Marktumfelds immer mehrere Pläne. „Als Mikroelektronikhersteller spüren wir Veränderungen immer früher. Agilität ist zwar ein Unwort, aber letztlich bedeutet es, beweglich auf verschiedene Situationen reagieren zu können.“

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