Zahlreiche Anzeigen: Polizei zieht Bilanz zum Pfingstwochenende

In Österreich wurden am Pfingstwochenende zahlreiche Verkehrskontrollen durchgeführt.
In Österreich wurden am Pfingstwochenende zahlreiche Verkehrskontrollen durchgeführt. ©APA
Die Polizei hat am verlängerten Wochenende österreichweit Schwerpunktkontrollen durchgeführt. Insbesondere die Tuning- und Roadrunner-Szene in Wien, NÖ und OÖ standen im Fokus, es gab zahlreiche Anzeigen.

Am Pfingstwochenende ist in Österreich eine 28-jährige Kärntnerin bei einem Verkehrsunfall gestorben. Das ist die niedrigsten Opferzahl seit Einführung der Statistik im Innenministerium im Jahr 1967. Im Vorjahr gab es zwei Verkehrstote, bis dahin die geringste Zahl. Österreichweit gab es heuer über am verlängerten Wochenende 277 Unfälle mit insgesamt 343 Verletzten.

Das waren 15 Unfälle (5,1 Prozent) weniger als 2020, dafür wurden heuer 16 Menschen mehr als im Vorjahr verletzt, damals waren es 327 gewesen. Die Polizei war österreichweit verstärkt im Einsatz. 50.681 Kraftfahrzeuglenker wurden wegen Überschreitung der höchst zulässigen Geschwindigkeit beanstandet (2020: 49.600), eine geringe Zunahme um 2,2 Prozent. Raser waren teilweise mehr als doppelt so schnell wie erlaubt unterwegs. "Allen Lenkern droht der Entzug der Lenkerberechtigung durch die Strafbehörde", betonte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) in einer Aussendung.

Österreichweite Polizeikontrollen zu Pfingsten: Zahlreiche Anzeigen

Außerdem wurden zu Pfingsten 442 Lenker wegen Trunkenheit am Steuer angezeigt (2020: 338), eine deutliche Steigerung um 30,8 Prozent. 51 Fahrer wurden wegen Drogen im Straßenverkehr angezeigt (2020: 54). Insgesamt wurde 201 Lenkern, um 9,2 Prozent mehr als im Vorjahr, am Pfingstwochenende der Führerschein vorläufig abgenommen (2020: 184).

So wenig Verkehrstote wie heuer gab es noch nie. Im Vorjahr kamen zwei Menschen am Pfingstwochenende ums Leben, im Jahr 2019 waren es neun. "Zum Vergleich dazu mussten in den bisher schlimmsten Jahren 45 Tote im Jahr 1979 und 44 Tote am Pfingstwochenende 1984 beklagt werden", meinte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) in einer Aussendung am Dienstag.

Vom 1. Jänner bis 24. Mai 2021 starben auf Österreichs Straßen 98 Menschen (vorläufige Zahl). Im Vergleichszeitraum 2020 waren es 117 und 2019 131. In der gesamten Pfingstwoche vom 17. Mai bis zum 24. Mai 2021 starben im Straßenverkehr laut Innenministerium ein Pkw-Lenker und ein Fußgänger bei Verkehrsunfällen.

(APA/Red)

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