Zählen nicht zumutbar

StR. Kurt Raos fordert eine Umkehr der Marktstraßen-Einbahnregelung.
StR. Kurt Raos fordert eine Umkehr der Marktstraßen-Einbahnregelung. ©Ferdl Tschabrun

Antrag auf Sperre des Kirchplatzes abgelehnt.

Hohenems. Auch in der letzten Stadtvertretungssitzung stand das Thema Verkehr auf der Tagungsordnung. Die Bürgerbewegung Hohenems (BBH) hatte einen Antrag mit 5 Punkten zur “Verkehrsberuhigung – Innenstadt” eingebracht, der keine Mehrheit fand. Gefordert wurde neben einer Sperre der Durchfahrmöglichkeit beim Kirchplatz auch eine Umkehr der Einbahnregelung in der Marktstraße, eine Sperre der Jakob-Hannibal-Straße für den Durchzugsverkehr sowie Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in der Kaiserin-Elisabeth-Straße. Zudem sollte bei der Kreuzung Radetzkystr./Diepoldsauerstraße der gesamte Verkehr in die Diepoldsauerstraße geleitet und die Geradeaus-Spur ins Zentrum aufgelassen werden.

Der zuständige Stadtrat Arnold Hämmerle wollte zuerst die Ergebnisse der Verkehrszählungen abwarten und verwies auf den Stadtratsbeschluss, die Fahrbahn zwischen Rathaus und Schlossplatz zu verengen, um die Fahrzeit der aus Richtung Götzis kommenden Fahrzeuge zu verlängern und sie so auf die Umfahrung L 190 zu leiten. Er warnte ebenso wie FPÖ-StR. Horst Obwegeser, Charly Peter (Emsige & Grüne) und ÖVP-StR. Karl Dobler vor “Schnellschüssen”.

Zählung “Hinhalterei”
ÖVP-StV Andreas Jäger und SPÖ-StV Arnulf Häfele waren sich mit Werner Drexel (BBH) einig, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung sofort umgesetzt werden sollten. Der BBH-Antrag erhielt jedoch nur die Zustimmung von 8 der 33 Mandatare. Dabei fühlte sich BBH-StR. Kurt Raos von Verkehrsplaner Josef Galehr
(M + G – Ingenieure) bestätigt, dass das Verkehrskonzept fürs Zentrum nur bei einer Sperre des Kirchplatzes funktionieren könne.

“Aber es war eine politische Entscheidung, diese oft angekündigte Maßnahme jetzt nicht durchzuführen. Dafür gibt es keinen Beschluss eines politisch relevanten Gremiums”, ärgert sich Raos. Der BBH-Sprecher vermutet auch, dass die Verkehrszählerei eine “Hinhaltetaktik von StR. Arnold Hämmerle ist, um einen Gewöhnungseffekt herbeizuführen”. Dies sei den Bürgern nicht zuzumuten.

Text: Ferdl Tschabrun

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