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Zahl der Toten steigt auf 52

Nach den verheerenden Terroranschlägen in London ist die Opferzahl auf 52 Tote und 700 Verletzte gestiegen. Allerdings befürchten die Behörden, dass die Zahl der Toten noch steigen könnte. Special

Unterdessen wird mit Hochdruck nach den Tätern gefahndet. Erste Ermittlungsergebnisse zeigen, dass die Sprengsätze möglicherweise mit Zeitzündern zur Detonation gebracht wurden.

Premierminister Blair appellierte an die Briten, sich vom Terror nicht einschüchtern zu lassen. Er sieht islamistische Extremisten hinter den Bluttaten. „Wir wissen, dass die Leute, die hinter diesen Anschlägen stecken, behaupten, im Namen des Islam zu handeln“, sagte Blair am Abend im Fernsehen.

Einen Tag nach den Terroranschlägen auf die Londoner U-Bahn wird mit zahlreichen Ausfällen im öffentlichen Nahverkehr gerechnet. Die Behörden kündigten für Freitag eine verstärkte Polizeipräsenz in der gesamten Stadt an. Am Donnerstagabend wirkten weite Teile von London wie ausgestorben. Die meisten Straßen waren leer und viele Restaurants geschlossen. Im West End sagten die meisten Theater ihre Vorstellungen ab.

Die Londoner U-Bahn, mit der jeden Tag drei Millionen Menschen reisen, wurde stillgelegt. Später kam der gesamte Zug- und Busverkehr zum Erliegen. Bahnhöfe wurden evakuiert, Notärzte versorgten Verletzte. Vor dem Buckingham-Palast, auf dem am Abend halbmast geflaggt wurde, zogen Soldaten mit Maschinengewehren auf.

Wann der U-Bahn-Verkehr in der Millionenmetropole wieder läuft, ist noch unklar. Am Abend fuhren erste Busse und Züge. In den Straßen war es ruhig, viele Pendler gingen zu Fuß nach Hause. Nach Angaben der Polizei muss auch am Freitag mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Die Pendler sollten sich „ernsthaft überlegen, ob sie in die Stadt kommen oder nicht“, sagte ein Polizeisprecher.

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