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Zahl der Toten nach Hurrikan "Ike" stieg auf fast 30

Der Hurrikan "Ike" hat in den USA mehr Menschen das Leben gekostet als zunächst angenommen.

Die Einsatzkräfte bargen bis Montag früh (Ortszeit) 28 Todesopfer in neun Staaten. Bei der größten Such- und Rettungsaktion in der Geschichte von Texas wurden nach Behördenangaben fast 2.000 Menschen gerettet, die die Evakuierungsaufforderungen ignoriert hatten.

Mit der größten Such- und Rettungsaktion in der texanischen Geschichte wollen die Behörden in der überschwemmten Küstenregion weitere 140.000 Bewohner retten, die trotz Zwangsevakuierungen und amtlichen Anweisungen in ihren Häusern an der jetzt verwüsteten Küste geblieben waren. Viele von ihnen sind von den Fluten eingeschlossen. Etwa 2000 Menschen wurden bereits in Sicherheit gebracht. Derweil fanden tausende Sturmopfer Zuflucht in Notunterkünften.

Tausende Menschen waren zuvor in Notunterkünfte gebracht worden. Nach Regierungsangaben zerstörte “Ike” im Golf von Mexiko mindestens zehn Ölplattformen und beschädigte einige Pipelines. Lars Herbst von der für Bodenschätze zuständigen Behörde sagte, die von “Ike” verursachten Schäden seien anscheinend größer als die von “Gustav” vor zwei Wochen. Im Golf von Mexiko gibt es etwa 3.800 Ölplattformen. Laut Behörden zerstörte der Hurrikan “Katrina” vor drei Jahren 44 davon.

“Ike” hatte mit Windgeschwindigkeiten von gut 170 Kilometern in der Stunde am Samstag schwere Verwüstungen an der texanischen Küste angerichtet. Tausende Häuser standen unter Wasser und wurden beschädigt, Straßen wurden unterspült, einige Gebäude gerieten in Brand. Für Houston verhängten die Behörden ein einwöchiges Ausgehverbot. Zwei Millionen Menschen in Texas, Arkansas und Louisiana waren ohne Strom. Zum Teil fielen auch Telefonverbindungen und die Gasversorgung aus.

US-Präsident George W. Bush rief die Energiebetriebe auf, die Stromversorgung so schnell wie möglich wieder in Gang zu setzen. Er kündigte für (morgigen) Dienstag einen Besuch im Katastrophengebiet an. In Teilen von Houston stand das öffentliche Leben still. Die Geschäftsviertel waren wie ausgestorben und sämtliche Schulen bis auf weiteres geschlossen.

Besonders betroffen war auch die vor der Küste Houstons liegende Insel Galveston. Das Wasser stand hier am Sonntag immer noch so hoch, dass Sanitäter und mit Suchhunden ausgerüstete Rettungskräfte an vielen Stellen ihre Versuche aufgeben mussten, in die zerstörten Wohnviertel vorzudringen. Anhaltende heftige Regenfälle erschwerten die Bergungsarbeiten zusätzlich. “Wir wollen, dass unsere Bewohner bleiben, wo sie sind”, sagte die Bürgermeisterin von Galveston, Lyda Ann Thomas. “Kommen Sie nicht zurück nach Galveston. Hier können Sie zurzeit nicht leben.”

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