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Zahl der Delikte zurückgegangen

Die Kriminalstatistik 2005 des Innenministeriums zeichnet ein positives Bild für Vorarlberg: Rückgang der angezeigten Straftaten um vier Prozent auf 20.863 und generell weniger Eigentumsdelikte.

Die Anzahl der Raubüberfälle, die neben Diebstahl und Einbruch auch in die Kategorie der Eigentumsdelikte gehören, ist im Vergleich zum Jahr 2004 allerdings dramatisch angestiegen: von 13 im Jahr 2004 auf 30 im vergangenen Jahr. 3000 Euro erbeutet Auch heuer setzt sich dieser Trend fort: es häufen sich die Raubüberfälle im Ländle und verunsichern die Bevölkerung – erst am Dienstagabend wurde die BP-Tankstelle in der Lustenauer Reichshofstraße von einem maskierten Täter heimgesucht. Er bedrohte die Angestellte mit einem Messer und erbeutete 3000 Euro. Eine sofort eingeleitete Alarmfahndung blieb erfolglos. Um unerkannt zu bleiben, trug der Täter eine Gesichtsmaske mit Sehschlitzen. Die Ermittlungen des Landeskriminalamts laufen auf Hochtouren. Einzelne Hinweise seien eingegangen.

Schwerpunkt Lustenau

Im Zusammenhang mit den Raubdelikten fällt in Vorarlberg oft der Ortsname Lustenau. Der Sicherheitsmonitor, vor zwei Jahren bei der Polizei eingeführt, erfasst alle Straftaten in Vorarlberg und zeigt derzeit eine Häufung der Raubdelikte in der Marktgemeinde an. Grund für die Exekutive, zu handeln. Dass der Grenzort ein Schwerpunkt für Kriminelle ist, bestätigt Sicherheitsdirektor Elmar Marent im “VN”-Gespräch: “Die Anzahl der Raubdelikte in Lustenau in der vergangenen Zeit ist auffällig. Wir schauen uns das im Moment genau an und werten das Phänomen aus.” Laut Marent könne es sich um eine rein zufällige Häufung handeln, aber auch andere Gründe kämen in Betracht: “Zum Beispiel das Suchgiftproblem, das vermehrt auftritt, die Ballungslage Lustenaus und soziale Gründe wie der hohe Ausländeranteil”. Man arbeite als Sicherheitsdirektion derzeit eng mit der Polizeiinspektion Lustenau zusammen, um das Problem zu lösen. Auch auf Gemeindeebene ist das Thema längst in der Diskussion. Erst kürzlich forderte die ÖVP eine Videoüberwachung an kritischen Stellen und die Schaffung eines zusätzlichen Dienstpostens bei der Gemeindepolizei. “Wir haben bei Schulen und Kindergärten bereits Videoanlagen wegen Vandalsimusfällen installiert, das hat sich bewährt”, so Dr. Kurt Fischer (VP), Lustenauer Vizebürgermeister.

Mehr Schlägereien

Der gestiegenen Straßenkriminalität wirke man laut Sicherheitsdirektor Marent zum Beispiel mit der neuen Einsatzgruppe zur schwerpunktmäßigen Kriminalitätsbekämpfung entgegen, die an gefährlichen Plätzen eingesetzt werde. Auch die Anzahl von Schlägereien ist laut Statistik von 99 Fällen auf 140 gestiegen. Abgesehen von der Raub- und Gewaltproblematik sei jedoch generell in allen Bezirken ein Rückgang der Kriminalität zu verzeichnen, der starkste im Bezirk Bludenz mit sieben Prozent. Im Suchtmittelbereich seien die Delikte insgesamt rückgängig. “In diesem Bereich werden mehr Beamte eingesetzt. Wir wollen die Händlerringe stören, das ist offenbar gelungen”, so Marent. Die Aufklärungsquote ist leicht rückläufig. 2005 wurden in Vorarlberg 51,8 Prozent der Straftaten aufgeklärt, 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit hat das Ländle den sonst stets behaupteten Spitzenplatz an das Burgenland verlore

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