Zahl der Burnouts bei Schülern steigt

Bregenz - Eine aktuelle Studie besagt, dass 60.000 Schüler in Österreich Burnout gefährdet sind und 150.000 Schüler fühlen sich stark belastet. VOL Live nahm dies zum Anlass und sprach mit Kinderpsychiater Hans-Peter Oswald und Landesschulsprecher Christian Zoll über die Belastungssymptome von Schülern.
Zahlreiche Burnout-Gründe
Nicht nur PISA macht Druck

Alles redet über die Pisa Studie und den negativen Ergebnissen. Vergessen wird dabei wohl ganz auf die schulische Belastung denen Schülern ausgesetzt sind. Die Zahlen sprechen für sich – 60.000 Schüler gelten in Österreich als Burnout gefährdet.

Durck von allen Seiten

Der Bildungsdruck auf Schüler ist enorm. Schneller, besser und weiter heißt es von allen Seiten. Für den Landesschulsprecher liegt der Hauptgrund im Elternhaus: „natürlich ist der Umfang des Lernstoffes auch maßgeblich dafür, dass die Schüler unter Stress leiden. Jedoch denke ich, dass das Elternhaus das zunehmend Druck auf die Schüler ausübt, da die Zukunftsperspektiven heute doch beschränkter sind, dass die Eltern enormen Druck auf die Schüler ausüben und so der Stress entsteht.“

Allein am Elternhaus will es Zoll aber nicht fest machen. Für ihn spielt die Zukunftsperspektive eine wichtige Rolle, da sie relativ bescheiden sei, das zumindest weiß er von einigen seiner Mitschüler. Deswegen fordert die Bundesschülervertretung schon lange Schulpsychologen und Therapeuten an der Schule selbst. Schüler die unter Stress leiden sollen sich so, an der Schule selbst, einer externen Person anvertrauen und Hilfe holen können.

 

Schüler sind vielen Belastungen ausgesetzt

Hans-Peter Oswald, Kinder und Jugendpsychiater führt die Belastung und Probleme auf mehrere Punkte zurück: „Wir müssen die gesellschaftlichen Entwicklungen mit bedenken, die Führung durch die Elternhäuser, das Freizeitverhalten das immer mehr technifiziert abläuft und mit wenig wirklicher Erholung zu tun hat. Es geht aber auch um ausreichend Schlaf und gute Ernährung. Eine gemeinsame warme Mahlzeit mit den Eltern wäre in diesem Zusammenhang auch wichtig.“ Oswald ist hier aber noch nicht am Ende seiner Auflistung an Punkten die der Belastung entgegen wirken können: „Meiner Meinung nach gibt es immer mehr Kinder und Jugendliche die nicht mehr wissen wie sie lernen können. Üben scheint hier ein Fremdwort zu werden. Aber auch das Lernen mit anderen Kindern zusammen sind alles Entwicklungen die derzeit nicht gut sind.“

 

Symptome sind bekannt

Wie nun erkannt werden kann, dass Schüler unter Stress stehen und der Belastung nicht mehr standhalten zu können weiß Oswald genau zu beantworten: „Zur Schulunlust und den Bauch- und Kopfschmerzen kommen sinkende Schulleistungen und Widerstand beim Hausaufgaben machen dazu.“ Aber auch die Flucht in die Freizeit, oft in die virtuelle Welt und die Rückmeldungen der Lehrer und der Schule zeigen auf wie es dem Schüler geht.“

 

Kinderpsychiater Hans-Peter Oswald im Gespräch

 

VOL Live sprach mit Landesschulsprecher Christian Zoll

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