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Zahl der Betroffenen steigt

Feldkirch - Von der Norovireninfektion, die, wie berichtet, zur Schließung der Kinderabteilung am LKH Feldkirch geführt hat, sind mittlerweile sechs kleine Patienten betroffen.

Laut Landesstatthalter Markus Wallner muss davon ausgegangen werden, dass alle acht auf der Intensivabteilung betreuten Kinder mit dem Virus infiziert sind. Endgültige Gewissheit soll der heutige Tag bringen. Die positive Nachricht: Den Frühchen, Säuglingen und Kleinkindern geht es nach Auskunft von Primar Dr. Burkhard Simma gut. „Wir sind noch einmal jeden Fall durchgegangen. Es besteht für kein Kind Lebensgefahr“, bestätigt auch Wallner, unter dessen Leitung der einberufene Krisenstab steht.

Bauliche Abgrenzung

Dafür mussten ein Turnusarzt und eine Stationspflegerin mit einschlägigen Symptomen nach Haus geschickt werden. Um eine weitere Ausbreitung des von außen eingeschleppten Virus zu verhindern, erfolgt eine bauliche Abgrenzung zwischen allgemeiner Pädiatrie und Kinderintensivbereich. „So bald alle 14 Kinder aus der Allgemeinstation entlassen sind, was bis zum Wochenende möglich sein dürfte, wird eine Wand eingezogen und mit der Grundreinigung sowie Desinfektion begonnen“, beschreibt Markus Wallner die weiteren notwendigen Maßnahmen. Der Putzdienst steht bereit und wurde schon instruiert. Den gängigen Richtlinien entsprechend kommt ein spezielles Putzmittel zum Einsatz.

Die Infektion erfordert außerdem personelle Konsequenzen. Das bedeutet konkret: Kein Hin- und Herlaufen mehr wie gewohnt, sondern ein Team, das bei den an Erbrechen, Übelkeit und Durchfall leidenden Kindern bleibt. „Primar Simma und seinen Mitarbeitern gebührt wirklich Dank für diesen Einsatz“, betont der Gesundheitsreferent. Zumal sie auch die Infohotline während der Nacht betreuten. Bis gestern Vormittag gingen 23 Anfragen zum Norovirus ein. Die Nummer 05522/303-2929 bleibt bis auf Weiteres bestehen.

Öffnungsdatum unklar

Denn noch ist nicht absehbar, bis wann die Kinderabteilung am LKH Feldkirch wieder geöffnet werden kann. „Die erkrankten Kinder müssen auf jeden Fall geheilt sein“, will Wallner vorderhand keinen Zeitrahmen nennen. Bei Erwachsenen verschwindet eine Norovireninfektion meist nach 48 bis 72 Stunden wieder. Wie sich die Durchfall erkrankung bei Kindern verhält, ist noch weniger bekannt. Da könne es durchaus länger dauern.

Mithilfe gefordert

Besonders wichtig ist dem Krisenstab in diesem Zusammenhang die Information und Mithilfe der Bevölkerung bei der Bekämpfung der Infektion. Wie bekannt, ist der Norovirus von außen ins Krankenhaus gebracht worden. “ Deshalb bitten wir jene Personen, die einzig von den Symptomen des Norovirus betroffen sind und keinerlei anderer Behandlungen bedürfen, den niedergelassenen Arzt zu kontaktieren“ , ersucht der Landesstatthalter.

Krankheitssymptome

Schwallartiges Erbrechen

  • Starke Durchfälle (wässrig)
  • Übelkeit und Bauchschmerzen
  • Niedriges Fieber
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