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Zahl der Asylanträge in EU auch 2018 zurückgegangen

Der Wert hat sich nun wieder auf Vorkrisenzeiten eingependelt
Der Wert hat sich nun wieder auf Vorkrisenzeiten eingependelt ©APA (dpa)
Die Zahl der Asylanträge im EU-Raum inklusive Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein ist 2018 erneut zurückgegangen und liegt nun in etwa auf dem Niveau von vor der großen Flüchtlingsbewegung 2015.

Das Minus gegenüber 2017 betrug zehn Prozent. In Österreich wurden sogar um 46 Prozent weniger Anträge gestellt.

Wie aus dem am Montag veröffentlichten Jahresbericht des Europäischen Unterstützungsbüros für Asylfragen (EASO) für das Jahr 2018 hervorgeht, zählten die insgesamt 32 berücksichtigten Länder insgesamt 664.480 Asylanträge, wobei jeder elfte davon (neun Prozent) ein Folgeantrag war. Damit gingen die Ansuchen nach dem Höhepunkt 2015 zum dritten Mal in Folge zurück.

Werte auf Vorkrisenniveau

Der Wert hat sich nun wieder auf Vorkrisenzeiten eingependelt. Zum Vergleich: 2014 - ein Jahr vor den massiven Flüchtlingsströmen Richtung Europa - lag das Niveau bei 662.165 Anträgen.

Bei weniger als die Hälfte der Ansuchen wurde erstinstanzlich positiv entschieden: Die Anerkennungsquote lag demnach bei 39 Prozent und damit um sieben Prozentpunkte unter dem Wert von 2017.

13.400 Asylanträge in Österreich

In Österreich wurden im Vorjahr laut EASO-Statistik 13.375 Asylanträge gestellt. Das sind gerade einmal zwei Prozent aller im erweiterten EU-Raum gestellten Ansuchen. Und in absoluten Zahlen entspricht der Wert aus 2018 nicht einmal der Hälfte jener 28.035 Schutzanträge, die im Vorkrisenjahr 2014 in Österreich eingelangt sind.

In Österreich stammte jeder vierte Antrag von einem Syrer. Europaweit kamen 13 Prozent der Antragsteller aus Syrien. Dahinter folgten Afghanistan und Irak mit jeweils sieben Prozent. Auch Menschen aus Pakistan, Nigeria, Iran, Türkei (jeweils vier Prozent) sowie Venezuela, Albanien und Georgien (jeweils drei Prozent) waren stark vertreten.

Am meisten Anträge in Deutschland

Die meisten Asylanträge, nämlich gut 184.000 und damit rund 28 Prozent, wurden in Deutschland gestellt - und das trotz eines Minus von 17 Prozent gegenüber 2017. Überhaupt entfielen auf nur fünf von 32 Ländern - neben Deutschland auch Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien - fast drei Viertel aller eingebrachten Anträge.

Was die Einschätzung für das laufende Jahr betrifft, zeigt man sich bei der EASO noch vorsichtig mit Prognosen. Zwar seien in den ersten fünf Monaten mit 29.000 um elf Prozent mehr Anträge gestellt worden als im Vergleichszeitraum 2018. Allerdings heißt es weiter: "Gegenwärtig gibt es keinen Hinweis darauf, dass die jüngste moderate Zunahme der Antragszahlen eine wesentliche Veränderung der Gesamttrends darstellt, da monatliche Schwankungen als normal anzusehen sind."

(APA)

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