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Zaghafte Annäherung im Stadionstreit

Es gibt Möglichkeiten für den FC Lustenau, in absehbarer Zeit seinen Gastbetrieb wieder zu erweitern. Das ist das Resultat des VN-Lokalaugenscheines.

Neben dem beschwerdeführenden Anrainer Günter König sowie FC Lustenau-Präsident Kurt König und dessen Bruder Franz, war auch Berzirkshauptmann Dr. Hans Mathis bei der Erörterung der Problematik anwesend.

VN: Wo sehen die beteiligten Parteien den Kern des Problems?

Kurt König: Wir sind in unseren Möglichkeiten, zusätzliche Einnahmen für den Verein zu lukrieren, stark eingeschränkt. Den FC-Platz gibt es schon fast 90 Jahre. Nie hatte der Verein mit Anrainern ein Problem. Zugegeben, wir haben uns bei der Erweiterung des gastronomischen Bereiches zu wenig um behördliche Auflagen gekümmert. Weil uns das damals in unserer Naivität einfach nicht bewusst war.

Günter König: Ich möchte vorausschicken, dass ich heute hier bin, um zu einem positiven Ergebnis zu kommen. Der FC trägt seit seinem Aufstieg in die Erste Liga für unzumutbare Zustände die Verantwortwortung. Da gab es mehrmals Feste und Krach bis morgens um vier. Ich habe wiederholt auf diese untragbare Situation aufmerksam gemacht, doch bin damit auf taube Ohren gestoßen. Ich kontaktierte schließlich Vertreter von Exekutive und BH. Meine erste Anzeige habe ich erst am 25. August des Vorjahres eingebracht. Nachdem alles nichts mehr nützte.

Dr. Hans Mathis: Herr Günter König hat mit seiner faktischen Beurteilung der Situation Recht. Sie können mir glauben: Wir als Behörde haben keine Freude damit, negativ behaftet in Erscheinung zu treten. Wir mussten die Sperre der nicht genehmigten Betriebsanlagen verfügen. Mir ist auch nicht verständlich, warum der Verein vier Monate mit dem Antrag auf Erweiterung seines Gastbetriebes gewartet hat. Ich habe darauf hingewiesen, was in dieser Sache drohen kann.

Kurt König: Es stimmt nicht, dass wir nicht gesprächsbereit waren. Für uns kamen in besagtem Zeitraum noch andere Probleme hinzu. Wir wussten ja nicht, ob unser Platz für Bundesligaspiele gesperrt werden würde.

VN: Herr Günter König. Wie könnte ein für beide Seiten annehmbare Lösung für Sie aussehen?

Günter König: Es geht mir um eine eingeschränkte Benützung des Platzlautsprechers. Der sollte nicht länger als eine Viertelstunde vor und eine Viertelstunde nach dem Spiel in Betreib sein. Es sollte gewährleistet sein, dass nicht jeden Tag bis abends Betrieb auf dem Platz herrscht. Bei Meisterschaftsspielen der Kampfmannschaft sollte der Gastbetrieb um 22 Uhr geschlossen werden. Wobei ich, wenn das klappt, nicht für immer auf diese Uhrzeit beharren würde. Ich möchte dem Verein vorschlagen, einen neuen Antrag einzubringen. Einen, der in Einklang mit den geltenden Bestimmungen und den Anrainern steht.

Kurt König: Der Klub hat durch die Einschränkung des Gastbetriebes bereits großen wirtschaftlichen Schaden genommen. Wir brauchen dringend möglichst bald eine Verbesserung der Situation.

Dr. Hans Mathis: Im besten Fall kann ein neu formulierter Antrag erst gegen Ende September positiv erledigt werden. Ich würde dem Verein vorschlagen, mit dem lärmtechnischen Gutachter zusammen zu sitzen und eine Lösung zu erarbeiten. Grundsätzlich muss man flexibel sein.

VN: Besteht eine Chance, dass der FC bis zum nächsten Heimspiel auf dem eigenen Platz eine Möglichkeit zur erweiterten Bewirtschaftung bekommt?

Dr. Hans Mathis: Nein. Wir können nicht unsere eigenen Bescheide ad absurdum führen. Bezüglich des VIP-Zeltes möchte ich mich aber noch genau erkundigen. Vielleicht besteht da eine Chance.

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