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Xchange Lehrlingsaustausch

Schwarzach - Das Lehrlingsaustauschprogramm "xchange" bietet Auszubildenden die Chance, vier Wochen einer betrieblichen Ausbildung in einem Unternehmen eines anderen Landes zu absolvieren.

Das Program geht von der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) und der Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (ARGE ALP) aus. Die Tessiner Konditorin Aline Chopard arbeitete vier Wochen im Café Bockstaller im Schwarzwald – und war begeistert.

„Ich wollte neue Erfahrungen machen und habe in meinem Betrieb gefragt, ob ich an xchange teilnehmen darf“, erzählt die 21jährige Tessinerin Aline Chopard und ihr Ausbildungsbetrieb, die Konditorei Confiserie Al Porto in Tenero, war einverstanden. Zur gleichen Zeit beschloss im Schwarzwald Franz Bockstaller vom Café Bockstaller in Todtmoos, über das grenzüberschreitende Austauschprogramm einen Auszubildenden bei sich aufzunehmen. „Ich habe bereits bei Innungsversammlungen von dem Programm gehört, aber erst als ich von einem Kammermitarbeiter persönlich auf xchange angesprochen wurde, bin ich aktiv geworden“, berichtet der Koch und Konditor Franz Bockstaller.

Erfahrungen im Ausland sammeln

Seit Oktober 2000 existiert das von der IBK und der ARGE ALP ins Leben gerufene grenzüberschreitende Lehrlingsaustauschprogramm xchange. Allein im vergangenen Jahr konnten 98 Austausche stattfinden. Jeder Lehrling hat dabei die Chance, vier Wochen seiner betrieblichen Ausbildung in einer Firma eines anderen Landes zu absolvieren. Im Gegenzug kommt ein Lehrling der Austauschfirma in das eigene Unternehmen. Xchange hilft bei der Firmensuche und Organisation und bietet finanzielle Unterstützung an. Gefördert wird das Projekt vom EU-Förderprogramm Interreg „Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein“.

Mittlerweile hat die Tessinerin, die sich im zweiten Lehrjahr befindet, bereits gelernt, wie man eine Schwarzwälder Kirschtorte backt und Pralinen herstellt. Der auffälligste Unterschied zu den Backwaren ihrer Heimat ist: „Die Kuchen und Torten sind hier viel größer als zu Hause“, staunt Aline. Außerhalb der Arbeitszeiten wird der Familienanschluss im Café Bockstaller großgeschrieben. Außerdem bleibt Zeit, mit ihren neuen Lehrlingskollegen die Umgebung zu erkunden. Auch Franz Bockstaller ist hellauf begeistert von seiner Tessiner Auszubildenden. Aline sei offen, selbstständig, begreife schnell und sei sehr nett. Mit Interesse lässt er sich von ihr berichten, wie im Tessin die Ausbildung strukturiert ist, welche Produkte in der Confiserie Al Porto hergestellt werden und wie die Arbeitsabläufe organisiert sind. Schon bald wird im Gegenzug Petra Isele vom Café Bockstaller ihre Auslandserfahrungen in der Confiserie Al Porto in Tenero machen. Ihr Chef ist schon jetzt auf ihren Erfahrungsbericht gespannt.

Infos unter www.xchange-info.net

Umgesetzt wird das Lehrlingsaustauschprogramm vom Arbeitskreis “Grenzüberschreitende Berufliche Bildung” der IBK Kommission Wirtschaft. Den Vorsitz des Arbeitskreises führt Manfred Wolfensperger, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Konstanz.

Ausführliche Informationen über das Lehrlingsaustauschprogramm xchange sowie Adressen und Ansprechpartner der jeweiligen Länder und Kantone gibt es unter www.xchange-info.net. Die teilnehmenden Länder und Kantone sind die deutschen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg, die Schweizer Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen, Tessin, Thurgau, Zürich, das Fürstentum Liechtenstein, die österreichischen Bundesländer Salzburg, Tirol, Vorarlberg sowie die Lombardei und Südtirol.

(Quelle: Der Bodensee-Informationsdienst ist ein Mediendienst der Internationalen Bodenseekonferenz)

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