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Wutanfall wird ziemlich teuer

Mit Flasche Schaufenster schwer beschädigt.
Mit Flasche Schaufenster schwer beschädigt. ©Bilderbox, Symbolbild
Bregenz - Die Folgekosten für einen Wutanfall belaufen sich derzeit auf 4668 Euro. Ein sechsfach Vorbestrafter (22) hatte aus Wut ein Schaufenster in Bregenz schwer beschädigt. Jetzt muss er für den Schaden aufkommen.

Der 22-Jähriger hatte am 23. Dezember 2011 in der Bregenzer Innenstadt eine Bierflasche geworfen. Die Flasche beschädigte eine große Schaufensterscheibe beim Modegeschäft Kleider Bauer in der Kaiserstraße.

Schwere Sachbeschädigung

Der dem Gericht vorgelegte Kostenvoranschlag der Glasfirma für die auszuwechselnde Scheibe beläuft sich auf 3438 Euro. Weil der entstandene Schaden mehr als 3000 Euro beträgt, lautete die Anklage auf schwere Sachbeschädigung. Deswegen wurde der mit sechs Vorstrafen belastete Angeklagte beim Strafprozess am Landesgericht Feldkirch schuldig gesprochen.

“Das ist ihr Glück”

Über den zweifach einschlägig vorbestraften Lageristen wurde eine Geldstrafe von 1080 Euro verhängt – 180 Tagessätze zu je sechs Euro. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Es handelt sich um eine Zusatzstrafe zu einer heuer bereits erfolgten Verurteilung wegen einer anderen Sachbeschädigung. „Das ist Ihr Glück“, sagte Richter Wilfried zum Angeklagten. Sonst wäre die Strafe höher ausgefallen. Angesichts der hohen Kosten für die Scheibe hatte sogar Geschädigten-Anwalt Burkhard Hirn als Privatbeteiligtenvertreter um ein mildes Urteil gebeten.

Zu bezahlen hat der junge Bregenzer nach dem derzeitigen Stand der Dinge damit 1080 Euro an Geldstrafe, 3438 Euro für die neue Scheibe und 150 Euro an pauschalen Kosten für das Strafverfahren. Die Gesamtkosten für ihn belaufen sich somit auf 4668 Euro.

Bedingter Vorsatz

Die Bierflasche habe er geworfen, weil die Freundin mit ihm Schluss gemacht habe, sagte der Angeklagte. Allerdings habe er die Flasche auf den Boden geworfen und nicht direkt gegen die Schaufensterscheibe. Dennoch sei ihm zumindest ein bedingter Vorsatz zu unterstellen, entgegnete der Richter. Denn der Angeklagte habe in Kauf genommen, dass die Bierflasche dann auch gegen die Scheibe kracht.

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