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Wrack der "Sea Diamond" gesichtet

Vier Tage nach dem Untergang der "Sea Diamond" in der Ägäis ist am Dienstag das Wrack des Schiffes in etwa 100 Meter Tiefe gesichtet worden. Zwei Franzosen sind noch vermisst.

Ein ferngesteuertes unbemanntes U-Boot versuchte zunächst aber ohne Erfolg, die zwei vermissten Touristen aus Frankreich zu finden, berichtete der staatliche griechische Rundfunk. Experten bemühten sich, den Riss zu orten, der zum Untergang des Schiffes geführt hatte und mit dem U-Boot das Deck zu erreichen, auf dem die zwei Vermissten vermutet wurden.

Für das Unglück sind nach Einschätzung des griechischen Schifffahrtsministers Manolis Kefalogiannis der Kapitän und die Besatzung auf der Brücke verantwortlich: „Es war offenbar ein menschlicher Fehler“, sagte er in Athen. Der Kapitän hatte bereits kurz nach dem Unglück „voll und ganz“ die Verantwortung für das Kentern des Schiffs übernommen.

Vermisst wurden ein 45-jähriger Franzose und seine 16 Jahre alte Tochter. Sie sind vermutlich bei der Havarie ertrunken. Griechische Zeitungen vermuteten am Dienstag, die zwei Touristen seien nach der Schließung aller Luken des Schiffes „in die Falle“ geraten und ertrunken. Bis Dienstagnachmittag waren rund 90 Tonnen Treibstoff aus dem Wrack ausgelaufen. Noch mindestens 350 Tonnen Diesel wurden im Schiff vermutet. Spezialboote versuchten, das Öl von der Meeresoberfläche abzusaugen. Nach Angaben des Ministers ist die Verschmutzung „unter Kontrolle“.

Die „Sea Diamond“ war am Donnerstag mit 1547 Menschen an Bord bei der Einfahrt in die Bucht von Santorin auf ein Riff gelaufen. 15 Stunden später ging sie unter. Bis auf die zwei Vermissten waren alle Passagiere und Besatzungsmitglieder von Fischer- und Ausflugsbooten in Sicherheit gebracht worden. Deutsche waren nicht an Bord.

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