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Wozu wir Gletscher brauchen

A. Univ.Prof. Dr. Georg Kaser gab spannende Einblicke in die komplexe Welt der Gletscherforschung.
A. Univ.Prof. Dr. Georg Kaser gab spannende Einblicke in die komplexe Welt der Gletscherforschung. ©Laurence Feider
Vortrag Dr Georg Kaser

Dr Georg Kaser referierte im Rahmen von “Sei eins mit Science” in der inatura.

Dornbirn. In der inatura Dornbirn dreht sich seit der Eröffnung der neuen Sonderausstellung “Klimazeiten- Wenn die Erde Fieber hat” alles um das Thema Klima. Auch der vierte Vortrag der in Kooperation mit der Industriellenvereinigung Vorarlberg und dem Regionalen Netzwerk für Naturwissenschaften veranstalteten Reihe “Sei eins mit Science” beleuchtete ein spannendes Feld der Klimaforschung. “Wer braucht schon Gletscher?” lautete der Titel des Vortrags des renommierten Gletscherforschers Georg Kaser vom Institut für Meteorologie und Geophysik der Universität Innsbruck. Dass sich Gletscher nicht nur als “weiße Mützen” auf hohen Bergspitzen gut machen, dürfte allen klar sein. Welche Rolle sie jedoch im Zusammenhang des globalen Klimawandels spielen, darauf versuchte Kaser in reduzierter Form und auf auch für Nichtexperten verständliche Art Antwort zu geben.

Gleich zu Beginn hielt der Wissenschaftler, der am derzeit entstehenden 5. Weltklimabericht mitarbeitet, fest, dass Gletscher einerseits Resultat eines Klimas sind und sich andererseits auch mit ihm ändern. Neben der “Landschaftsverschönerung” spielen sie eine wichtige Rolle als Speicher im regionalen Wasserkreislauf und im Zusammenhang des globalen und regionalen Meeresspiegels. Kaser präsentierte aktuelle Meßdaten und weltweite Forschungsergebnisse. Viele komplexe Zusammenhänge konnten in den letzten Jahren aufgrund intensiver Forschung erstellt werden, die Gletscher haben aber noch lange nicht alle ihre Geheimnisse preisgegeben. Nicht erfaßt werden konnte z.B. bisher wieviel Wasser überhaupt in den Gletschern gespeichert ist oder wieviel sie zurzeit verlieren. Sicher ist aber, dass die Gletscher schon im Ungleichgewicht mit dem heutigen Klima sind. Sicher scheint auch dass sie zu rund einem Drittel am gesamten prognostizierten Meeresspiegelanstieg beteiligt sind und laut jetzigen Berechnungen bis 2100 mit einem Meeresspiegelanstieg von mindestens einem Meter zu rechnen ist.

Im letzten Teil seines Vortrags gab der Gletscherexperte Einblicke in den besonders für Wissenschaftler spannenden Bereich der Gletscher als “Klima-Indikatoren”. Kaser erklärte den Einfluß der Verschiebung der globalen Zirkulationsmuster und gab Beispiele der von ihm durchgeführten Messungen und Evaluierungen am Kilimandscharo. Nach einem intensiven, einstündigen Ausflug in die Welt der Gletscher- und Klimaforschung, gab es für die zahlreichen Zuhörer die Möglichkeit offene Fragen beantworten zu lassen und sich auf das eine oder andere Expertengespräch einzulassen.

Jahngasse 9,Dornbirn, Austria

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