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Wolford nach neun Monaten stärker in Verlustzone

©Wolford
Sinkende Kundenfrequenzzahlen haben beim Vorarlberger Strumpf- und Wäschekonzern Wolford, der mehrheitlich dem chinesischen Fosun-Konzern gehört, den Umsatz sinken und den Verlust anwachsen lassen.

Schon im Jänner hatte das Unternehmen fürs Gesamtjahr 2018/19 einen Verlust und im Februar 10 Mio. Euro Einsparungen avisiert.

In den ersten neun Geschäftsjahresmonaten 2018/19 (Mai bis Jänner) sank der Umsatz um 9 Prozent auf 108,2 (119,4) Mio. Euro, teilte Wolford am Freitag mit. Das Betriebsergebnis (EBIT) ging weiter zurück auf -2,3 (-1,4) Mio. Euro, und der Nettoverlust vergrößerte sich im Jahresabstand auf 4,2 (2,6) Mio. Euro.

Erlöse um 11,6 Prozent abgesackt

Wie der stationäre Modeeinzelhandel weltweit leide auch Wolford unter dem anhaltenden Phänomen sinkender Kundenfrequenzen, auch wegen des boomenden Online-Handels, erklärt das börsennotierte Unternehmen. Der Umsatzrückgang in den ersten neun Monaten habe alle Produktgruppen betroffen. Zweistellig waren die Erlösrückgänge mit jeweils 11 Prozent demnach bei der wichtigen Legwear (die die Hälfte der Umsätze bringt), bei Lingerie und bei Beachwear. Bei Accessoires waren es -44 Prozent, bei Handelsware -16 Prozent, bei Ready-to-wear -3 Prozent.

In Österreich sackten die Erlöse um 11,6 Prozent ab, in Deutschland um 6,8 Prozent und in der Schweiz um 7,6 Prozent. In Asien sank der Umsatz nur um 1,9 Prozent, hier stellt sich Wolford neu auf, um das Potenzial vor allem in China zu optimieren. Zuletzt erzielte Wolford 20 Prozent der Erlöse in Nordamerika, 15 Prozent in Deutschland, je 10 Prozent in Österreich und Frankreich, 39 Prozent im übrigen Europa, 6 Prozent in Asien/Ozeanien.

Restrukturierungsmaßnahmen

Die systematischen Kosteneinsparungen hätten den deutlichen Umsatzrückgang nicht ausgleichen können, erklärte das Unternehmen zum weiteren EBIT-Rückgang. Freilich hat man die Personalkosten um 4,58 Mio. auf 46,55 Mio. Euro gesenkt, und die durchschnittliche Mitarbeiterzahl sank binnen Jahresfrist (9-Monatsschnitt) von 1.456 um 102 auf 1.354 Vollzeitäquivalente. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden um 2,63 Mio. auf 39,52 Mio. Euro gedrosselt, prozentuell besonders stark bei Kosten für Bankgebühren, Zöllen, Frachten und Fuhrpark.

Bis spätestens zum Geschäftsjahr 2020/21 will Wolford beim operativen Ergebnis (EBIT) wieder in die Gewinnzone zurückkehren, wurde am Freitag erneut bekräftigt. Erst am 26. Februar hatte das Unternehmen die Einleitung weiterer umfassender Restrukturierungsmaßnahmen bekannt gegeben, um – wie es heißt – die Kostenstruktur an das Umsatzniveau anzupassen. “Das identifizierte Einsparpotenzial liegt deutlich über 10 Mio. Euro”, so Wolford.

Durch die vorjährige Kapitalerhöhung wuchs das Eigenkapital der Gruppe per 31.1. binnen Jahresfrist von 42,9 auf 51,4 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote stieg so auf 41 (33) Prozent. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sanken – primär durch Rückzahlung von Bankdarlehen – von 43,1 auf 32,6 Mio. Euro, hieß es am Freitag. Die Nettoverschuldung verringerte sich von 29,0 auf 20,2 Mio. Euro, der Verschuldungsgrad (Gearing) sank auf 39 (68) Prozent.

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