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Wohnraum verdoppelt: aufgestockter Bungalow

©Energieinstitut Vorarlberg, Generationshaus, Familie Ender, Götzis
Sara aus Götzis hat gemeinsam mit ihrem Mann Mathias ihr Elternhaus zum Generationenhaus ausgebaut. Die kluge Planung und ein vorausschauendes Generalunternehmen führten in kurzer Bauzeit zu einer rundum gelungenen Bestandserweiterung.

Wie kann man attraktiven, bezahlbaren Wohnraum in der Nähe zur eigenen Familie schaffen? Durch einen Zubau oder eine Aufstockung am eigenen Elternhaus zum Beispiel. Das jedenfalls dachte sich Sara aus Götzis gemeinsam mit ihrem Mann Mathias. Und weil die Eltern der Idee gar nicht abgeneigt waren (im Gegenteil: schon bei der Errichtung des Hauses von über 40 Jahren wurden Leerrohre in den Dachboden eingezogen), wurde aus dem klassischen 70er-Jahre-Bungalow ein modernes, energiesparendes Generationenhaus.

Klare Voraussetzungen. Die wichtigsten Voraussetzungen waren rasch klar. Die Richtung: nach oben. Die Ausführung: aus statischen Gründen Holz, aus Gründen der Privatsphäre mit separaten Eingängen für beide Wohnungen und einem separaten Zugang zum parifizierten Keller. Der Energiestandard: Ordentlich, damit der Zubau (also die Verdoppelung der Fläche) über die bestehende Heizung versorgt werden konnte, ohne sie antasten zu müssen.

Holzbau: leicht und schnell. Weil der Bestand in sehr gutem Zustand war, gab es keine Notwendigkeit, ihm substanziell näher zu rücken (abgesehen von der thermischen Ertüchtigung der Außenwände und Fenster, die waren aber schon vor einigen Jahren getauscht worden). So war klar, dass die Eltern während der Bauphase im Untergeschoß wohnen bleiben konnten. Die Aufstockung musste daher relativ rasch vonstattengehen. Das sprach – neben den statischen Vorteilen – für einen Holzbau. Denn der konnte in ­Modulen vorgefertigt auf der Baustelle rasch zusammengesetzt werden. Vor Ort wurden die Elemente dann mit Zellulose aus­geblasen und mit einer hinterlüfteten Fichtenschalung versehen.

Separate Erschließung. Erschlossen wird die Wohnung im Obergeschoß durch ein außenliegendes Treppenhaus. Zwar wäre durch die vorausschauende Planung des Bestandes eine Erschließung auch im Haus möglich gewesen. Ein separater Eingang war allen Beteiligten dann aber doch die zukunftssicherere Variante – mit dem Zusatznutzen eines Abstellplatzes für Fahrräder unter dem Treppenlauf.

Feine Details. Highlights des Generationenhauses sind helle Wohnräume mit großzügigen Fensteröffnungen, ein großer Balkon und darunter eine attraktive, überdachte Terrasse für die Wohnung der Eltern im Erdgeschoß. Der dort vorhandene außenliegende Kamin wurde verfüllt und zur lastabtragenden Säule umfunktioniert.

Die Verkleidung aus Naturstein wurde erhalten und rundet als Reminiszenz an das ­ursprüngliche Erscheinungsbild die Neu­gestaltung stilvoll ab.

Empfehlungen der Bauleute. Sara und Mathias sind mit dem Bauablauf so zufrieden, dass ihnen auf die Frage, was sie anders machen würden, lediglich Details einfallen. Der Planungsprozess verlief reibungslos, die wesentlichen Entscheidungen wurden gemeinsam mit den Eltern getroffen.

Die wichtigste Entscheidung im Verlauf des Prozesses sei es gewesen, so Mathias, den Umbau in die Hände eines Generalunternehmens zu legen. Obwohl er als Handwerker selbst über jede Menge Fachwissen verfügt und auch viel Eigenleistung eingebracht hat, würde er auf die massiven Erleichterungen in der Planung, Auswahl und Koordination der ausführenden Firmen und Gewerke nicht verzichten.

Und auch den gerade bei der Erweiterung von Eltern- zu Generationenhäusern mitunter befürchteten Mangel an Privatsphäre verspüren die beiden nicht – ganz im Gegenteil: Regelmäßige gemeinsame Mittagessen, schnelle Besorgungen füreinander oder auch ein unkompliziertes Kinderhüten sind nur einige der vielen positiven Aspekte eines gemeinsamen Wohnhauses, die von allen Beteiligten in vollen Zügen genossen werden. 

Infos:

Film zum Projekt

Ein Film zum Projekt mit Interviews der Beteiligten findet sich in der Rubrik „Sanierungen“ auf www.kummgaluaga.at

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