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Wo sich Wirtschaftskraft mit hochwertigem Freiraum verbindet

Mit Beginn der neuen politischen Periode werden große Projekte in den Bereichen Sicherheit, Verkehr und Lebensqualität für die Marktgemeinde Lustenau weiterentwickelt.

Das Jahrhundertprojekt RHESI birgt große Chancen?

Bürgermeister Kurt Fischer: RHESI wird uns mehr Sicherheit, Erholung und Aufenthaltsqualität bringen. Das Hochwasserschutzprojekt macht das Schweizer und Vorarlberger Rheintal durch ein verbreitertes Gerinne und Erhöhung der Abflusskapazität sicherer. Unser Lustenau am Rhein erhält einen deutlich erhöhten Hochwasserschutz, der – wie uns die Hochwasserereignisse 2016 und heuer gezeigt haben – notwendig ist. Lediglich meteorologische Zufälligkeiten haben uns vor Schlimmerem bewahrt. Langfristig sind die Maßnahmen von höchster Bedeutung – nicht zuletzt im Hinblick auf den Klimawandel, der uns allen ein „neue Normalität“ mit unterschiedlichsten Auswirkungen beschert.

Eine große Rolle spielt auch das Thema Freiraumgestaltung?

Kurt Fischer: Lustenau ist eine langgezogene Gemeinde am Rhein. Rhesi schafft nicht nur Sicherheit, sondern auch Verbindung und Erholungsraum für die Anwohnenden. Wir erhalten hochwertige Naherholungsflächen und eine entsprechende Infrastruktur, in der sich Fußgänger und Radfahrer gut bewegen. Es wird ein hochattraktiver Grünraum am Rhein entstehen, Raum, der das Wasser wieder für Jung und Alt erlebbar macht wie einst bei unserer Vorgängergeneration: Aus dem jetzt kanalartigen Fluss wird ein Gewässer mit Kies- und Sandbänken zum Sonnenbaden und Baden entstehen – was bislang nur am Alten Rhein möglich war. Das ist für unseren Ort eine Riesenchance.

Auch über den Rhein wird zusammengearbeitet?

Kurt Fischer: Wir wollen fahrradfreundlichste Gemeinde Österreichs werden und haben dafür einen weiteren Baustein gesetzt: Im Rahmen des Agglomerationsprogrammes Rheintal ist eine neue Fahrradbrücke zwischen Au und Lustenau als neues Leuchtturmprojekt geplant. Bis ca. Ende Jänner 2021 läuft die Einreichfrist für die Wettbewerbsarbeiten und Modelle – die Jurierung erfolgt im Februar 2021. Die Brücke macht den Rhein durch Ausblick- und Verweilflächen erlebbarer. Die Nord-SüdVerbindung Grüttstraße – Sandstraße wird eine Fahrradstraße. In unserem umfassenden Radwegekonzept vom Bahnhof bis zum Alten Rhein ist noch einiges im Ortsgebiet zu tun. Es gilt noch mehr Verbindungen und sichere Querungen für die stark befahrene Verkehrsachse L 203 Reichsstraße und L 204 Dornbirner Straße – zu schaffen. Ziel ist schlussendlich eine sichere Radverbindung vom Zentrum bis ins Hasenfeld.

Stichwort Befreiung von der Verkehrslawine?

Kurt Fischer: Unsere Bemühungen gelten neben dem öffentlichen Verkehr und Radverkehr selbstverständlich einer Lösung für den grenzüberschreitenden und regionalen Schwerverkehr. Das 24-Stunden-Zollamt im Wohngebiet Au-Lustenau – das muss unbedingt raus aus dem Ortsgebiet. Wir warten heuer ganz gespannt auf die Trassenentscheidung, hoffentlich die breit unterstützte Z-Variante. Das Regionalforum hat sich mit überwältigender Mehrheit für diese Variante positioniert. Die ASFINAG hat die Trassenentscheidung für 2020 in Aussicht gestellt. Wenn das geschafft ist und der Rhein seine neue Erholungsqualität hat, dann ist dies ein historischer Schritt in der Lebensqualität für Lustenau. Das dauert noch Jahre – ich werde das wohl nicht mehr als aktiver Bürgermeister erleben, da solche Projekte sehr langfristig sind.

Die Betriebsgebiete wachsen?

Kurt Fischer: Wir sind in der glücklichen Lage, bei der Entwicklung des Betriebsgebietes Heitere kurz vor dem Ziel zu sein, wir erwarten demnächst den Umlegungsbescheid. Südlich des Millennium Parks entstehen somit 140.000 m2 neues Betriebsgebiet in der Heitere, wovon sich gut 90.000 m2 in Gemeindebesitz befinden. Insgesamt sind wir in Lustenau in der glücklichen Situation, dass die Gemeinde 12 Hektar Betriebsgebiet in Eigenbesitz hat. Das hat über die lokale auch eine überregionale Bedeutung. Wir gestalten damit das Wirtschaftswachstum im Vorarlberger Rheintal mit neuen Arbeitsplätzen und neuen Einnahmen maßgeblich mit.

Im Kulturbereich gibt es ebenfalls gute News?

Kurt Fischer: Bemerkenswert ist unser DOCK 20 – Kunstraum und Sammlung Hollenstein, eine gemeindeeigene Galerie ist keinesfalls selbstverständlich. Kuratorin Claudia Voit und ihr Team führen diese Einrichtung hervorragend.  Sowohl das umfangreiche Sammlungsdepot wie die Ausstellung zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler bereichern unser Kulturleben. Im „Druckwerk“ wird noch bis Jänner 2021 eine Jazzclub-Plakate-Ausstellung gezeigt, im S-MAK die Stickereigeschichte präsentiert. Corona hat uns wie überall Einschränkungen beschert, Lustenau hat deswegen bewusst Künstler für Freiluftevents engagiert und „Sommer.Lust goes Fahrrad“ initiiert. Schön ist, dass das „Freudenhaus“ als Bühne für Circus, Theater und Musik seine fixe Bleibe in Lustenau hat. Wir hoffen, dass das Team von Caravan und Freudenhaus mit Roman Zöhrer nach den Corona-Einschränkungen bald wieder vollumfänglich für Kultur und Genuss sorgen darf.

Wie geht es im Zentrum weiter?

Kurt Fischer: Unser Zentrum soll noch schöner und vielfältiger werden. Für die Entwicklung des Baufeld West werden in den nächsten Monaten wichtige Vorentscheidungen getroffen. Hier sollen in einem Park Gebäude mit Gastronomie, attraktiven Geschäften und Wohnungen sowie einer
öffentlichen Tiefgarage entstehen. Der Investitionsschwerpunkt Bildung wird ebenfalls weitergeführt. Weiter nördlich werden im Campus Rotkreuz Kindergarten, Volksschule und Sonderpädagogisches Zentrum in einem zukunftsweisenden Campusmodell zusammengeführt werden. Im größten Hochbauprojekt der nächsten Jahre entsteht eine Großküche, in der wir für die Kinder und Jugendlichen regional einkaufen, frisch kochen und gesunden Genuss bieten. Nach dem größten Kindergarten am Engelbach konnte nun der Kindergarten Am Schlatt nach einer Planung des vielfach preisgekrönten Architekten Bernardo Bader seiner Bestimmung übergeben werden. Auch hier sind wir auf bestem Weg und stehen hervorragend da!

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