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Wo die Jagd, Natur und Tierschutz zusammen gehören

Susanne Rhomberg ist wieder zurück an ihrem Stammplatz in der Riedgasse.
Susanne Rhomberg ist wieder zurück an ihrem Stammplatz in der Riedgasse. ©Edith Rhomberg
 Heimisches Wild wird zu Spezialitäten verarbeitet und direkt vermarktet.
Susanne Rhomberg

 

Dornbirn. Froh, dass die Baustelle beim Eckhaus Marktplatz-Riedgasse abgeschlossen ist, sind die betroffenen Standbesitzer des Wochenmarktes. Als Nachteil empfand auch Susanne Rhomberg, 50, dass sie für die Dauer von etwa eineinhalb Jahren ihren Stammplatz verlassen musste. „Leider haben mich am Ersatzplatz nicht alle Marktbesucher gefunden“, bedauert sie und freut sich umso mehr, mit ihren Fleisch- und Wurstspezialitäten aus heimischem Wild wieder zurück in der Riedgasse zu sein. Manchmal wird die gebürtige Steirerin von Passanten gefragt, was denn Mostbröckle seien. Sie informiert nicht nur, dass es luftgetrocknetes Fleisch, in ihrem Fall vom Wild ist, sondern bietet auch gleich eine Kostprobe an. Landjäger hingegen kennen fast alle und gerade erzählt eine Kundin am Stand, dass dieses traditionelle Produkt mit ihrem Sohn nach Wien reisen wird. Damit sollen Studenten in der Großstadt das Heimweh nach Dornbirn ein wenig leichter ertragen, wird unter den Frauen schmunzelnd gemutmaßt.

Zu Hause im heimischen Wald

Martin Rhomberg, geboren 1964, sorgt dafür, dass es diese Spezialitäten vom Wild auf dem Marktstand der Familie gibt, denn Susannes Mann ist Jäger. In seiner Funktion als Bezirksjägermeister ist es ihm wichtig zu vermitteln, dass nicht das Schießen, sondern die Hege und Pflege der Tiere und des Waldes im Vordergrund stehen. „Viel Aufklärungsarbeit wird diesbezüglich vonseiten der Jägerschaft geleistet, auch an Schulen“, erzählt Martin Rhomberg. So erfahren die Kinder zum Beispiel auch, dass ein Reh nicht das Kind des Hirsches ist. Wenn er mit einem seiner Söhne die Jagdreviere Schwarzenberg oder Schetteregg durchstreift und beobachtet, fühlen sie sich eins mit der Natur. Er lacht, wenn er sagt: „Die Jagd ist eine schöne, aber zeitintensive Beschäftigung – ein zweites Hobby braucht man nicht.“ Schon als Kind durfte er mit seinem Vater Hubert Rhomberg auf die Jagd gehen und ist seither mit Freude dabei geblieben. Sohn Stefan folgt der Familientradition und ist Jäger in der siebten Generation. Beruflich ist Martin Rhomberg im Großhandel mit Möbeln tätig.

Des Jägers Fleisch von Hirsch, Reh und Gams wird vom Hohenemser Metzger Gernot Prantl auch zu würzigen Hauswürsten oder fein geräucherten Kaminwurzen verarbeitet, und das in gewohnter Weise. „Mit neuen Gewürzen wird eher nicht experimentiert. Die Kunden wollen das, was sie kennen“, verrät Susanne Rhomberg, die sich in ihrer Freizeit als stellvertretende Obfrau des Tierschutzvereins diversen Aufgaben widmet. An der Jagd hingegen mag sie das Naturerlebnis und die -Beobachtung. Um Wildtiere wie Fuchs und Hase oder Reh zu sehen, muss man nicht weit gehen, merkt Martin Rhomberg an. Seitens des Jagdschutzorgans werden Exkursionen durch das Dornbirner Ried angeboten, um den Menschen die Natur wieder ein Stück näher zu bringen.

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