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Wirtschaftsforum: "Europa und die Welt. In welche Richtung drehen wir uns"

Pamela Rendi-Wagner
Pamela Rendi-Wagner ©VOL.AT/Steurer
Heute findet das 35. Vorarlberger Wirtschaftsforum unter dem Motto "Europa und die Welt. In welche Richtung drehen wir uns" im Bregenzer Festspielhaus statt. Unter den prominenten Referenten sind SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner, WU-Rektorin Edeltraud Hanappi-Egger, der deutsche Politiker Carsten Linnemann oder Unternehmer-Legende Reinhold Würth.
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Zum 35. Mal hat am Donnerstag im Bregenzer Festspielhaus das Vorarlberger Wirtschaftsforum begonnen. Als Antwort auf die Tagungsfrage “Europa und die Welt. In welche Richtung drehen wir uns?” wollte SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner die gesellschaftliche Balance als bisheriges Erfolgsrezept des Kontinents fortgeschrieben sehen. Sie bemängelte zudem Bundeskanzler Kurz’ Gesprächsbereitschaft.

Bregenz. “Einer der Erfolgsfaktoren” – vor allem Österreichs – “war, dass die Unternehmen nicht nur für die Kunden ein Ohr hatten, sondern auch für die Mitarbeiter”, so Rendi-Wagner. Diesen Dialog zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern sah Rendi-Wagner derzeit gefährdet. Das Gesetz zur 12-Stunden-Arbeitszeitregelung sei “dialoglos entstanden” und müsse neu verhandelt werden, platzierte sie in ihrem Referat eine SPÖ-Forderung. Lösungen auf Basis von branchenspezifischen Betriebsvereinbarungen wären die klügere Herangehensweise zu diesem Thema.

Noch kein Gespräch mit Kanzler Kurz

“Wir laufen Gefahr, den Weg des Gemeinsamen und des Zusammenhalts ein Stück zu verlassen. Das macht mich auch als Bürgerin dieses Landes nicht glücklich”, sagte sie. Drängende Herausforderungen wie Bildung, Digitalisierung und die Folgen für den Arbeitsmarkt würden kaum gesamtheitlich und “ideologiefrei” angegangen werden. Allerdings fehle es am generellen Dialog. Zwischen ihr und Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) als Chefs der beiden größten Parteien sei noch immer kein Gespräch zustande gekommen: “Ich hatte Kurz einen Brief geschrieben. Das Problem sei die Terminfindung … ich glaube, sein Büro hat das inzwischen ad acta gelegt. Ich habe ihm dann eine SMS geschrieben.”

Das Vorarlberger Wirtschaftsforum ist eine Initiative der “Vorarlberger Nachrichten”, der Industriellenvereinigung Vorarlberg und der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Als weitere Referenten standen unter anderem die Vorstandsvorsitzende der Vienna Insurance Group (VIG), Elisabeth Stadler, der Vorsitzende der deutschen Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung, Bundestagsabgeordneter Carsten Linnemann, und der Gründer des Würth-Konzerns, Reinhold Würth, auf dem Programm.

Referenten 2018

Pamela Rendi-Wagner ist nach 130 Jahren die erste weibliche Klub- und Parteivorsitzende der SPÖ. Die Ärztin aus Wien wurde 2011 Sektionschefin im Gesundheitsministerium und 2017 Bundesministerin für Gesundheit und Frauen. Pamela Rendi-Wagner ist Ärztin und bringt jahrelange Erfahrung aus der medizinischen Forschung mit. Schon früh zeigten sich erste Erfolge in der Gesundheitspolitik. In der aktuellen Diskussion setzt sie sich sehr stark für den Nichtraucherschutz ein. Rendi-Wagner ist verheiratet, hat zwei Töchter und ihr Tipp an junge Frauen für ihren beruflichen Weg lautet: Im Zweifel Ja sagen.

Pamela Rendi-Wagner
Pamela Rendi-Wagner ©VOL.AT/Steurer

Elisabeth Stadler, Vorstandsvorsitzende der Vienna Insurance Group AG, ist die erste Frau an der Spitze eines ATX-Unternehmens, will Frauen fördern und ist gleichzeitig eine Gegnerin der Frauenquote. Ihre Mitbewerber haben großen Respekt vor ihrer starken Persönlichkeit und ihrem fundierten Fachwissen. Aktuell steht die Versicherungsbranche unter großem Kostendruck und auch die Digitalisierung macht sich verstärkt bemerkbar. Stadler sieht das als Chance, „weil wir gefordert sind, neue Produkte zu entwickeln und uns für die Zukunft gut aufzustellen“.

Der Politikwissenschaftler, Wirtschaftsjournalist und Schriftsteller Thore D. Hansen ist spezialisiert auf die Analyse internationaler Politik und die Arbeit von Geheimdiensten. Ausschlaggebend dafür waren die Freundschaft zu einem ehemaligen CIA-Agenten sowie sein Studium bei Noam Chomsky. Hansen war zwischen 2006 und 2010 Pressesprecher zweier europäischer Großbanken und erlebte in dieser Zeit den Ausbruch der Finanzkrise hautnah mit. Heute schreibt er politische Thriller, die geprägt sind vom Anspruch der faktischen Recherche.

Rektorin Edeltraud Hanappi-Egger habilitierte sich im Bereich Angewandte Informatik an der TU Wien, ist seit 2002 Professorin für Gender and Diversity in Organisations an der Wirtschaftsuniversität Wien und leitet diese seit 2015 als erste Frau. Sie ist überzeugt, dass nicht nur auf die Universitäten große Themen zukommen werden, die ein Umdenken verlangen. „Wir müssen uns mit der zunehmenden Digitalisierung verstärkt auseinandersetzen – das reicht von Fragen darüber wie viel Digitalisierung es in der Lehre braucht bis hin zum großen Themenbereich Digital Business & Economy.“

Julia Shaw ist Memory Hackerin, Psychologin und Bestsellerautorin. Mit kreativer Suggestion schafft sie es, Menschen Dinge einzureden, die nie passiert sind: Probanden gestanden Straftaten, die sie nicht begangen hatten. Diese Studie machte sie über Nacht zur international gefragten Memory Hackerin. Sie berät Polizei, Justiz und die Wirtschaft, forscht am University College London im Bereich der Rechtspsychologie, Erinnerung sowie Künstlichen Intelligenz und gründete 2017 ein Start-up, das mithilfe von KI versucht, gegen Diskriminierung in der Wirtschaft vorzugehen.

Der studierte Volks- und Betriebswirt Carsten Linnemann begann seine berufliche Laufbahn bei der Deutschen Bank und als Volkswirt bei der IKB Deutsche Industriebank. Heute ist er Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung der Union sowie stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU Bundestagsfraktion. Als scharfer Kritiker seiner eigenen Partei und von Bundeskanzlerin Merkel fordert er einen neuen Stil der Großen Koalition. Er mahnt seine Partei zur genauen Ausrichtung des politischen Kompasses und ist überzeugt, dass es der Politik nicht schaden würde, Fehler auch mal öffentlich zuzugeben.

Im Alter von 19 Jahren übernahm Unternehmer, Industriepionier und Kunstförderer Reinhold Würth von seinem Vater einen Schraubenhandel mit zwei Mitarbeitern. Heute beschäftigt die Würth-Gruppe 73.000 Mitarbeiter, erwirtschaftet fast 12 Milliarden Euro Umsatz im Jahr und ist Weltmarktführer im Handel von Montage- und Befestigungsmaterial. Reinhold Würth ist mittlerweile 83 Jahre alt und Vorsitzender des Stiftungs-Aufsichtsrates. Er ist davon überzeugt, dass nicht Computer und Roboter die Wirtschaft antreiben, sondern die Menschen.

Das war das Wirtschaftsforum 2017

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