"Wir sind keine Bärenregion"

Allgäuer Politiker fordert "Bärenregion" - Schwärzler lehnt Idee als nicht praktikabel ab. Seinen Ausgang nahm die Diskussion mit einer Notiz in der Montagsausgabe der "Allgäuer Zeitung".

Der Oberallgäuer Kreisrat und ehemalige Bürgermeister von Oberstdorf Eduard Geyer (Freie Wähler) habe vorgeschlagen, das Allgäu als „Bärenregion“ auszuweisen, schreibt das Blatt. Zusammen mit dem angrenzenden Bregenzerwald und dem Lechtal könne das Allgäu Bären genügend weitläufigen Naturraum bieten, wird der Politiker zitiert.

Jedenfalls brachte er einen entsprechenden Antrag in einer Kreistagssitzung ein, ohne dass aber weiter über den Vorschlag diskutiert wurde. „Wenn die Auswilderung von Tieren ernsthaft gemeint ist, brauchen wir Bestimmungen, dass nicht jedes neue Tier gleich abgeschossen wird“, sagte er gestern der Deutschen Presseagentur dpa.

„Schwer vorstellbar“

In Vorarlberg will man von dem bärigen Vorstoß nichts wissen. „Welche Vorschläge unsere Nachbarn machen, ist natürlich ihnen überlassen“, sagt Landesrat Erich Schwärzler (VP) den „VN“. Für den Bregenzerwald aber könne er sich das nur „sehr schwer vorstellen“. Schließlich handle es sich um dicht besiedeltes Gebiet mit viel Tourismus und Liftanlagen bis ins Hochgebirge, so der gebürtige Lingenauer Schwärzler. „Ich würde derzeit nicht ,Ja zu BärenÑ sagen. Ein ,JaÑ wäre unehrlich, weil es den Lebensraum für die Bären nicht gibt.“

Vom vor wenigen Wochen erlegten “ J. J. I“ sind in München indes nur noch Fell, Knochen und die in Chemikalien eingelegten Organe übrig. Das Knochenskelett wie auch die Organe wollte das bayerische Umweltministerium wissenschaftlichen Einrichtungen als Lehrobjekte überlassen.

Nachdem Rom aber die Rückführung des Tieres nach Italien gefordert hatte, werden derzeit in München die Modalitäten für eine mögliche Rückführung des erlegten Bären geprüft.

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