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"Wir bekamen kaum Informationen"

©VOL Live/Nina Bühler
Bregenz – Vor genau 25 Jahren kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl, nahe der ukrainischen Stadt Prypjat, zu einem atomaren Unfall.
Interview mit Dr. Denis Burnos
Bilder der Austellung

Wie verheerend diese Zeit für die Anwohner war, berichtet Denis Burnos, Zeitzeuge des Super Gau.

Tschernobyl-Ausstellung im Landhaus

Im Landhaus Bregenz wird mit einer Ausstellung auf das Atomunglück Tschernobyl vor 25 Jahren aufmerksam gemacht. Denis Burnos ist Zeitzeuge und hatte Glück im Unglück, da er aus dem unweit liegenden Gebiet Gomel stammt: „Wir haben kaum Informationen durch die Medien oder durch staatliche Einrichtungen erhalten.“ Mit 5 Jahren er- und überlebte er die hohe Strahlenbelastung, die das Land noch bis heute schädigen. „Als wir dann von dem Unglück erfahren haben und Jodtabletten nehmen mussten, hatten wir indes anderweitige Maßnahmen ergriffen“, schildert Denis Burnos im VOL Live Interview. Seine Eltern hätten sich mehr oder weniger im Haus verbarrikadiert, hätten die Feuchtigkeit hoch gehalten und sich sehr oft – besonders nach Aufenthalten außerhalb des Hauses – gewaschen. „Ich sehe Chancen auf eine atomfreie Zukunft, jedoch wird dies dauern“, so Denis Burnos über den aktuellen Atomunfall in Japan.

Hilfe aus Vorarlberg

Durch viele Hilfsinitiativen aus Vorarlberg konnte den Menschen in Gomel geholfen werden. Es wurden Medikamente und Nahrungsmittel zur Verfügung gestellt und es besteht seither eine solidarische Verbindung zwischen Gomel und Vorarlberg, wie die aktuelle Ausstellung dokumentiert.

Interview mit Dr. Denis Burnos, Zeitzeuge

(VOL Live)

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