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"Wilde Früchten" vor Gericht verurteilt

Knapp über der Strafmündigkeitsgrenze und bereits zweimal vorbestraft. Ein türkischer Stickerlehrling und sein Freund wurde nun wegen schwerem Diebstahl, Einbruchsdiebstahl, Sachbeschädigung und wegen eines Suchtmittelvergehens zu zwei Monaten bedingt verurteilt.

Die Pallette der Straftaten ist breit. Bereits mit dreizehn schnappten sich
die Teenager des öfteren das ein oder andere Mofa fuhren damit zu ihrem
Ziel und ließen es dann dort stehen. Auf Frage des Jugendrichters Christian
Röthlin ob sich der junge Mann an ein konkretes Fahrzeug erinnern könne gab
dieser an: “Keine Ahnung, es waren so viele, da kann ich mich nicht an
jedes einzelne erinnern.” Aber auch in jüngerer Zeit war der Beschuldigte
äußerst aktiv.

Im Juni vergangenen Jahres beteiligte er sich beim Einbruch
in einer Lustenauer Firma, wo er sich als Aufpasser bereit hielt.
Schubladen wurden aufgebrochen, Geld gestohlen, ein Wandtresor
herausgerissen und mit der Schubkarre zum Auto gefahren. Groß war vor allem
der Sachschaden. Die Zertrümmerung einer Scheibe eines Wettbüros kann sich
der Bursch nur mit dem Zorn auf den Geschäftsinhaber erklären. Er wollte
ihn nicht rein lassen, weil er noch keine 18 war.
Der Zwillingsbruder des Stickerei-Lehrlings “saß” wegen ähnlicher
Geschichten bereits zwei Monate – der Freund des Erstbeschuldigten stand
eine Stunde später vor Richter Röthlin. Er war nach zwei Monaten bedingt
entlassen worden. Nun fand er sich wegen Diebstahls einer Flasche Tequila
vor Gericht wieder. Auch er erhielt eine allerletzte Chance, denn er hat
sich – so kurios das auch klingt “gebessert”.

Im Vergleich zu früher hat er sich in letzter Zeit “ruhig” verhalten. Der
15-jährige Stickerlehrling, der auch zahlreiche Opferstöcke im Raum
Lustenau “leergefischt” hatte wurde zu zwei Monaten bedingt und zu 4800
Schilling Strafe verurteilt. Sein Freund zu einer Strafe von 3000 Schilling.

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