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Wiesflecker: "Da ist schon noch einiges zu tun"

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Katharina Wiesflecker bei "Vorarlberg LIVE".
Katharina Wiesflecker bei "Vorarlberg LIVE". ©VOL.AT
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Katharina Wiesflecker (Soziallandesrätin, Die Grünen) war am Donnerstag zu Gast bei "Vorarlberg LIVE".

Auch für unbegleitete minderjährigen Flüchtlingen fehlt es an Unterkünften. 78 befänden sich in Vorarlberg. Zwei davon seien noch unmündig, also Kinder unter 14 Jahre. Das teilte Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) am Donnerstag bei "Vorarlberg LIVE" mit. In etwa genau so viele junge Menschen sollten noch aufgenommen werden. „Wir sind gerade dabei, zwei weitere stationäre Einrichtungen auszubauen beziehungsweise zu eröffnen.“ Man sei in Gesprächen mit den Gemeindevorständen, sagte Wiesflecker. „Es geht darum, letztes Personal zu finden, letzte Umbauarbeiten zu vollziehen.“ Die Eröffnunge erfolge wohl im ersten Vierteljahr 2023. Dann könnten noch einmal 40 Jugendliche aufgenommen werden.

Unterkunft für zwölf Jugendliche gesucht

Die Soziallandesrätin führte aus, dass es daneben noch andere Einrichtungen gebe, wie beispielsweise betreutes Außenwohnen oder Patenfamilien. „Aber was die stationären Wohngruppen betrifft, suchen wir noch eine Unterkunft für zwölf Jugendliche.“ Sie wäre sehr froh, wenn sich Interessierte mit entsprechenden Möglichkeiten beim Land melden würden.

Die ganze Sendung

Müssen Anreize geschaffen werden?

Auf die Frage, ob die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung abgenommen habe, antwortet die Grüne-Politikerin: „Unterschiedlich." Bei der Aufnahme von Kriegsvertriebenen aus der Ukraine in Privatquartieren sei das Engagement etwas zurückgegangen. „Weil man wahrscheinlich andere Vorstellungen hatte, wie lange sie noch bleiben.“ Der Krieg dauere an. Niemand wisse, wie lange. „Bei der Aufnahme von Asylwerberinnen und Asylwerbern nehme ich schon eine andere grundsätzliche Haltung der Gesellschaft wahr als in den Jahren 2015, 2016, 2017.“ Möglicherweise müssten Anreize geschaffen werden. "Auch bei den Gemeinden ist das Engagement unterschiedlich." Manche würden viel für die Quartierssuche tun, andere lehnten sich eher zurück. "Da ist schon noch einiges zu tun."

"80 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause betreut"

In dem Interview war unter anderem auch die Pflege Thema, etwa die Pflege zuhause. „Etwa 80 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause betreut und gepflegt“, teilte die Landesrätin mit. Auf verschiedenen Ebenen würde angesetzt, zum einen durch den Ausbau der ambulanten Dienste. „Da haben wir auch noch Luft nach oben.“ Dies sei ihr besonders wichtig, da viele pflegende Angehörige erschöpft seien und zu spät Hilfe in Anspruch nähmen. Deren Entlastung sei ein wichtig. „Das werde ich als Schwerpunktthema ins nächste Jahr mitnehmen.“ Hilfe böte sicher die zusätzliche Förderung des Bundes. In Zukunft soll es nämlich einen Pflege-daheim-Bonus in der Höhe von 1500 Euro geben. „Es ist vereinbart, dass wir die Förderung der 24-Stunden-Betreuung gemeinsam erhöhen, also Bund, Länder und Gemeinden.“

Die Sendung "Vorarlberg LIVE" ist eine Kooperation von VOL.AT, VN.at, Ländle TV und VOL.AT TV und wird von Montag bis Freitag, ab 17 Uhr, ausgestrahlt. Mehr dazu gibt's hier.

(VOL.AT/VN)

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