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Wienerwald soll Biosphärenpark werden

Wienerwald &copy APA
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Die Landeshauptleute von Niederösterreich und Wien, Pröll und Häupl, unterzeichneten am Montag den Antrag für die UNESCO auf internationale Anerkennung des Wienerwaldes als Biosphärenpark.

„Diese Region um Wien soll ein gelebtes Modell für wirtschaftliche und kulturelle Weiterentwicklung ohne Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlage sein. Daraus ergeben sich große Chancen für die Land- und Forstwirtschaft, den Tourismus und das Gewerbe“, betonte Pröll. Wichtigste Voraussetzung dazu sei jedoch eine breite Basis von engagierten Bürgern, die das Projekt „als Motor für ihre Aktivitäten in allen Handlungs- und Interessensbereichen aufgreifen“ und mit Leben erfüllen. Je mehr Bewohner des Wienerwaldes die Idee des Biosphärenparks aktiv mittragen, desto größer seien die Chancen auf Erfolg.

“Wertvoller Natur- und Kulturraum

„Der Wienerwald ist ein wertvoller Natur- und Kulturraum von internationaler Bedeutung, aber auch Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum für rund zwei Millionen Menschen“, erklärte Häupl. Das Markenzeichen „Biosphärenpark Wienerwald“ könne eine tragende Säule zur Sicherung der hohen Lebensqualität im Wienerwald werden.

Biosphärenpark-Modell die beste Lösung

Zur Abklärung des künftigen Schutz- und Entwicklungskonzepts für den Wienerwald wurde von den Forstabteilungen der Länder Niederösterreich und Wien eine Machbarkeitsstudie erstellt. Das Ergebnis zeigte eindeutig, dass das von der UNESCO erarbeitete Biosphärenpark-Modell die beste Lösung für die Kulturlandschaft Wienerwald darstellt. Der Biosphärenpark ist im Gegensatz zum Nationalparkkonzept auf die Gesamtfläche umsetzbar.

Über 105.000 Hektar

Seit Herbst 2003 laufen die Detailplanungen für den künftigen Biosphärenpark Wienerwald. Das Gebiet soll das Landschaftsschutzgebiet Wienerwald (Niederösterreich) und das Schutzgebiet Wald- und Wiesengürtel (Wien) mit Ausnahme des Bisambergs umfassen. Insgesamt ist der Biosphärenpark Wienerwald auf einer Größe von über 105.000 Hektar vorgesehen, wobei sich 95.700 Hektar auf niederösterreichischem Gebiet befinden. Die Kernzone hat eine Fläche von 5.576 Hektar.

Die UNESCO startete 1976 ein Schutzprogramm für Biosphärenparke und unterteilt diese in Kernzonen, Pflegezonen und Entwicklungszonen. Weltweit gibt es rund 420 Biosphärenparks in fast 100 Ländern.

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