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Wiener zog "lukrativen Handel" mit Cannabis und Designerdrogen auf

Ein Wiener war der Anführer der Drogendealer-Bande, die nun festgenommen wurde.
Ein Wiener war der Anführer der Drogendealer-Bande, die nun festgenommen wurde. ©APA (Symbolbild)
Burgenländische Ermittler haben eine Bande von Drogendealern ausgehoben. Ausgehend von einem Hanfshop im Südburgenland hatte ein Wiener "einen lukrativen Handel aufgezogen", so die Polizei. Mehr als 15 Kilo Drogen wurden verkauft.

“Insgesamt können der Tätergruppe nach jetzigem Stand die Produktion von etwa 3.000 Stück Cannabispflanzen sowie der Ankauf, Schmuggel und Weiterverkauf von mehr als 15 Kilogramm psychoaktiven Substanzen nachgewiesen werden”, zog Christian Stella, stellvertretender Landespolizeidirektor, am Montag Bilanz über die Ende Jänner abgeschlossene Amtshandlung.

Ermittler waren Dealern seit Monaten auf der Spur

Seit Juni des Vorjahres waren Ermittler nach Hinweisen aus der Bevölkerung dem Netzwerk rund um den Hanfshop-Besitzer auf der Spur. “Wir konnten feststellen, dass er mehrere Schmuggelfahrten gemacht hat”, sagte Stella. Bei einer dieser Touren wurde er in Deutschland festgenommen. Im Wagen hatte der Mann 150 Stück Cannabissetzlinge und 15 Kilogramm psychoaktive Substanzen, die von der Polizei beschlagnahmt wurden. Entsprechend der Rechtslage in Deutschland wurde der Wiener gegen Kaution freigelassen.

Designerdrogen und Cannabis verkauft

“Wir haben dann dem Täter die Abnehmerrouten nachweisen können”, berichtete Stella. Ermittler stießen auf ähnliche Shops in Wiener Neustadt, Krems, St. Pölten und Salzburg, wo der Beschuldigte Designerdrogen und Cannabispflanzen vertrieben haben soll.

Insgesamt gab es 16 Hausdurchsuchungen: “In den Bezirken Oberwart, Güssing und Hartberg wurden drei funktionsfähige und teilweise aktive Cannabis-Indoor-Plantagen festgestellt”, sagte Stella. Dabei stellten die Fahnder 5,4 Kilogramm für den Verkauf abgepacktes Cannabiskraut und ungefähr 100 Gramm psychoaktive Substanzen sicher.

Mehr als 15 Kilo Drogen verkauft

Der Tätergruppe können nach jetzigem Stand die Produktion von etwa 3.000 Stück Cannabispflanzen sowie der Ankauf, Schmuggel und Weiterverkauf von mehr als 15 Kilogramm psychoaktiven Substanzen nachgewiesen werden, so der stellvertretende Landespolizeidirektor. Aus einer dieser Pflanzen ließen sich etwa 50 Gramm Cannabis herstellen: “Das ergibt eine Gesamtmenge von ungefähr 150 Kilogramm Cannabis mit einem Schwarzmarktwert von ungefähr eineinhalb Millionen Euro.”

Die drei mutmaßlichen Mittäter waren in Shops sowie beim Verkauf und Vertrieb tätig. Alle vier Bandenmitglieder sitzen in U-Haft. Auch 29 Abnehmer wurden nach dem Suchtmittelgesetz angezeigt. Insgesamt sei zu bemerken, dass neben dem Import aus den traditionellen Herkunftsländern immer mehr auch die heimische Produktion von Cannabis und Designerdrogen zunehme. (APA)

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