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Wiener Lehrer fordern Sicherheitspersonal gegen Schulgewalt

Angesichts einer steigenden Zahl von Suspendierungen und Gewalttaten an Schulen fordern Wiener Lehrer verstärkte Sicherheitsmaßnahmen, darunter den Einsatz von Sicherheitspersonal.
Angesichts einer steigenden Zahl von Suspendierungen und Gewalttaten an Schulen fordern Wiener Lehrer verstärkte Sicherheitsmaßnahmen, darunter den Einsatz von Sicherheitspersonal. ©Canva (Symbolbild)
Angesichts einer steigenden Zahl von Suspendierungen und Gewalttaten an Schulen fordern Wiener Lehrer verstärkte Sicherheitsmaßnahmen, darunter den Einsatz von Sicherheitspersonal.

In Wien schlagen Lehrer Alarm über eine besorgniserregende Zunahme von Gewalttaten an Schulen.

Alarmierende Zunahme von Gewalt

Thomas Krebs, Vorsitzender der Wiener Pflichtschullehrergewerkschaft, berichtet von einer "Welle der Gewalt", die die Bildungseinrichtungen überflutet und fordert dringend zusätzliche Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit.

Verdopplung der Suspendierungen

Besonders alarmierend ist die Verdopplung der Suspendierungen in Österreich innerhalb von fünf Jahren auf 2000 Fälle, wovon 800 auf Wien entfallen. Diese Zunahme wird teilweise auf eine stärkere Sensibilisierung der Schulen zurückgeführt, zeigt aber deutlich den Handlungsbedarf auf.

Forderung nach Sicherheitspersonal

Um der Situation Herr zu werden, plädiert Krebs für die Einführung von Sicherheitspersonal an Wiener Schulen. Neben regelmäßigen Kontrollen gefährdender Schüler am Eingang sollten auch separate Betreuungsangebote für suspendierte Schüler geschaffen werden, um ihre Rückkehr in den Regelunterricht zu erleichtern.

Skepsis bei Sicherheitsmaßnahmen

Während die Lehrergewerkschaft für härtere Maßnahmen eintritt, zeigt sich das Büro des Bildungsstadtrats Christoph Wiederkehr (Neos) skeptisch gegenüber der Einführung von Securities, Zutrittskontrollen oder Metalldetektoren. Stattdessen wird der Fokus auf Prävention und Aufklärung gelegt.

Präventionsmaßnahmen und Unterstützung

Trotz der Skepsis gegenüber strengen Sicherheitskontrollen sind Verbesserungen im Bereich der Prävention geplant, wie die Aufstockung von Gewalttrainings und die Stärkung von Time-Out-Möglichkeiten. Die Zahl der Schulsozialarbeiter wurde bereits erhöht und weitere Workshopangebote und Präventionsangebote sind in Arbeit.

Appell an den Bund

Neben den Maßnahmen auf Stadtebene richtet Wiederkehr auch Forderungen an den Bund, darunter die Einführung eines verpflichtenden Unterrichtsfachs Demokratie und Ethik sowie einen bundesweiten Chancenindex, um Schulen mit größeren Herausforderungen besser unterstützen zu können.

(VOL.AT)

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