Wiener Börse beendet das zweite Coronajahr deutlich im Plus

Die Wiener Börse hat das zweite Coronajahr 2021 mit einem deutlichen Plus beendet, nachdem nach dem ersten Pandemiejahr noch ein Minus von 12 Prozent zu Buche gestanden war. Damit liegt der heimische Markt im internationalen Trend. An den meisten Börsen weltweit ging es heuer steil nach oben. Getrieben wurden die Kurse von dem starken globalen Konjunkturaufschwung und den massiven Hilfsprogrammen von Nationalstaaten und Notenbanken.

Der ATX ging mit einem Plus von 39 Prozent aus dem Handel, der ATX Total Return (inklusive Dividenden) verzeichnete im Jahresverlauf einen Gewinn von 44 Prozent, teilte die Wiener Börse am Donnerstag mit. Die jährliche Durchschnittsrendite des ATX TR liegt bei rund 7 Prozent.

Der ATX TR ist ein Performanceindex, bei dem die Dividendenausschüttungen miteinberechnet werden, während der ATX die reine Kursentwicklung ohne Dividenden widerspiegelt. Die Zusammensetzung der beiden Indizes ist ident. International sind Kursindizes tendenziell häufiger anzutreffen als Performanceindizes. Der deutsche DAX ist beispielsweise ein Performanceindex, während der Dow Jones oder der Euro-Stoxx-50 Kursindizes sind.

Im Jahresverlauf ging es beim ATX im Grunde stetig nach oben. Das Jahrestief lag gleich zu Beginn 2021 bei rund 2.775 Punkten, das Hoch erreichte der ATX dann im November bei 3.961 Punkten. Zur 4.000-Punkte-Marke schaffte er es heuer aber nicht mehr, zum Jahresende ging der Leitindex etwas unter dem Hoch bei 3.861 Punkten aus dem Jahr.

Performancesieger im heimischen Leitindex waren der Leiterplattenhersteller AT&S mit einem Jahresplus von 70,31 Prozent, gefolgt von den beiden heimischen Großbanken Erste Group (plus 65,28 Prozent) und Raiffeisen Bank International (plus 55,28 Prozent). Auch Öl- und Energiewerte wie OMV (plus 52,42 Prozent), EVN (plus 49,05 Prozent) und Verbund (plus 44,50 Prozent) waren heuer bei den Investoren gefragt. Einziger Kursverlierer im ATX waren Schoeller-Bleckmann mit einem Jahresminus von 1,29 Prozent.

Börsenneuzugänge gab es heuer im prime market nicht, dafür gab es im 2019 eingeführten KMU-Segment der Wiener Börse, dem "direct market plus", etwas Bewegung. Neu in das Segment kamen im Jahresverlauf der deutsche Online-Wettenanbieter XB Systems, der Salzburger Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller Biogena sowie das niederösterreichische E-Mobilitätsunternehmen Kostad.

(APA)

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