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Wien-Wahl: Partei-Chefs zufrieden

Durchwegs zufrieden zeigten sich - mit Ausnahme des BZÖ-Landessprechers - die Vorarlberger Parteichefs mit dem Abschneiden ihrer Parteikollegen in Wien. Für Verwunderung sorgte das Ergebnis der FPÖ.

Der Vorarlberger Landeshauptmann und ÖVP-Parteichef Herbert Sausgruber (V) bezeichnete das Ergebnis seiner Partei “überraschend positiv gemessen an den Erwartungen“, während die SPÖ schwächer als erwartet abgeschnitten habe. Das Wahlergebnis der FPÖ wollte Sausgruber nicht kommentieren. Sausgruber wollte das Wien-Ergebnis („in erster Linie eine Regionalwahl“) nicht auf Bundesebene umgelegt wissen. „Die Nationalratswahl gewinnt, wer die besseren Personen und Antworten für die Zukunft bieten kann“, so Sausgruber.

SPÖ-Landesparteivorsitzende Elke Sader kommentierte das Abschneiden der Sozialdemokraten mit „bestens, bestens“. Es sei eine „reife Leistung, wenn man bei solchen Mehrheitsverhältnissen noch zulegt“. Über das Ergebnis der FPÖ zeigte sich Sader verwundert. Als „auffällig“ bezeichnete Sader, „dass die beiden Regierungsparteien gerade dort, wo die Regierung ihren Sitz hat, zusammen gerade auf 20 Prozent kommen“. Für die Nationalratswahl sei sie zuversichtlich.

Für Freiheitlichen-Chef Dieter Egger war das Resultat der FPÖ in Wien „ein sehr erfreuliches“. Egger zollte „der Wiener FPÖ und ihrem Spitzenkandidaten“ Respekt. Das Wahl-Ergebnis sei eine klare Absage an die verfehlte Ausländer- und Asylpolitik in der Bundeshauptstadt. Das BZÖ bestehe in Wahrheit nur noch aus den Regierungsmitgliedern und sei ansonsten nicht mehr vorhanden. Nachdem Egger nach der Steiermark-Wahl eine Zusammenführung von BZÖ und FPÖ gefordert hatte, sah er diese Frage am Sonntag anders: „Man kann nichts mehr zusammenführen, das BZÖ ist nicht mehr vorhanden“.

Dieselbe Meinung in Sachen BZÖ vertrat Grünen-Landessprecher Johannes Rauch. „Das BZÖ ist mit heutigem Tag erledigt“, sagte Rauch. Unter dem Strich sei er zufrieden, auch wenn die Grünen die von ihm persönlich angepeilten 15 Prozent verfehlt hätten. „Irritiert“ zeigte sich Rauch darüber, dass mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf, wie ihn die FPÖ betrieben habe und „wie es ihn nicht einmal zu Haiders Zeiten gegeben hat“, 15 Prozent zu erreichen seien. Das Abschneiden der Regierungsparteien bezeichnete Rauch als „sehr mäßig“.

BZÖ-Landessprecher Andreas Blum zeigte sich vom BZÖ-Ergebnis enttäuscht. Das BZÖ werde seinen Weg aber auf alle Fälle weitergehen. Es gelte weiterzuarbeiten und bundespolitisch um Vertrauen zu werben. Von den anderen Parteien – speziell von der FPÖ – müsse sich das BZÖ deutlich abgrenzen. Die Bevölkerung heiße die Politik des BZÖ gut, setze das Bündnis schlussendlich aber mit der FPÖ gleich.

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